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  • 13. März 2017

    Aegina, Athen und Ausbildung

    vor der Akropolis

    Melanie Kugler mit Erasmus + in Griechenland

    Prag, Warschau, Oslo, Rom und Athen. 14 angehende Erzieherinnen und Erzieher der Elisabeth-von-Rantzau-Schule setzen gegenwärtig in einer dieser europäischen Hauptstädte ihre praktische Ausbildung fort. Bereits zum fünften Mal werden die Auszubildenden der Fachschule Sozialpädagogik im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ ins europäische Ausland entsendet. An dieser Stelle werden sie in den nächsten Wochen von ihren Erlebnissen berichten.

    Den Anfang macht Melanie Kugler mit ihren ganz persönlichen Athen-Erlebnissen.

     Tagebucheintrag 1

    Nun ist bereits über eine Woche seit unserer Ankunft vergangen. Diesen Tagebucheintrag möchte ich nutzen, um festzustellen, dass wir Deutschen mit unserer Art zu leben sehr verwöhnt sind!

    Bei uns zu Hause ist es gang und gäbe, dass alles funktioniert und falls es dieses einmal nicht tun sollte, sind wir sehr bemüht, den „Normalzustand“ schnellstmöglich wieder herzustellen. Wir schätzen das Pflichtbewusstsein, die Disziplin und die Pünktlichkeit der Menschen und besonders die der Handwerker.

    Wir mussten in den letzten 5 Tagen lernen, dass die Uhren in Griechenland etwas anders ticken. Ein Klischee, welches wir bisher sehr gut aus unseren Köpfen halten konnten.

    Es ist morgens, mittags oder abends. Die Tür wird nach einer kurzen Weile wieder geöffnet und heraus kommt ein durchgefrorenes Etwas. Ein lustiger Anblick, zumindest für diejenigen, welche sich nicht hinter der verschlossenen Tür aufgehalten haben. Doch diese Tür führt nicht etwa auf die Straßen Athens, nein, nicht einmal annähernd. Sie führt direkt in unser Badezimmer, oder auch noch präziser: Zu unserer Dusche. Denn bei uns in unserer Unterkunft heißt es meistens: kalt oder gar nicht.

    Auch nachdem der Handwerker den Fehler angeblich behoben hat, ist kein Ende unserer unfreiwilligen Kneipp-Anhängerschaft in Sicht. Also bleibt es weiterhin lustig im Haus der fünf deutschen Mädels. Aber nach den Worten unseres Vermieters würden wir schon nicht daran sterben.

    Tagebucheintrag 2

    Aegina

    Achtzehnter Februar

    Eine

    Große

    Insel

    Nahe

    Athen

    Den Samstag haben wir dem Besuch von Aegina gewidmet. Mit dem Speedboot sind wir am Vormittag vom Hafen Piraeus losgefahren. Kleine Läden, viele Restaurants und gefühlt hunderte Motorroller prägen das Bild der Promenade. Zum ersten Mal haben wir „echt“ griechisch gegessen. Immer noch sind wir vom Tsatsiki enttäuscht. Viele tolle Bilder entstanden und der Sonnenuntergang war so traumhaft, dass wir beinahe die Fähre zurück verpasst hätten.

    Tagebucheintrag 3

    Mit Stolz kann ich behaupten, dass ich mich im deutschen Kindergarten in Athen als vollwertiges Teammitglied sehe und ernst genommen fühle. Meine Anleiterin und ich haben nach meinem ersten Projektangebot heute ein Reflexionsgespräch geführt. Sie ist sehr zufrieden mit meiner Handlungsweise und den Ideen, welche ich einbringe. Dieses positive Gefühl habe ich auch in den Nachmittag mitgenommen.

    Auf dem Heimweg traf ich eine ältere Dame, welche versuchte, bei dem Verkehrschaos über die Straße zu gelangen. Schon aus der Ferne konnte ich beobachten, wie ihre Versuche scheiterten. Aus meinen Erfahrungen heraus würde keines der Autos freiwillig anhalten. Im griechischen Verkehr scheint das Motto „Wer bremst, verliert“ zu gelten. Gemeinsam standen wir also am Straßenrand und warteten, bis sich eine Lücke zwischen der Autoschlange auftat. Nach einem kurzen Moment begann die ältere Dame mit mir zu sprechen. Auch als ich ihr andeutete, dass ich kein Wort verstehe, sprach sie weiter. Immer wieder lächelte sie mich zwischenzeitlich an. Bis sie sich schließlich verabschiedete und umdrehte. Sie hatte ihren Plan, die Straße zu überqueren, anscheinend aufgegeben. Schon bald tat sich eine Verkehrslücke auf und ich huschte über die Straße. Anscheinend war nicht nur ich an diesem sonnigen Tag positiv gestimmt.

    In: Auslandspraktikum