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  • 24. September 2012

    Fairtrade

    Nur Aenah erklärt fairen Handel

     Was ist Fairtrade? Jeder von uns weiß, dass es sich dabei um Waren aus Entwicklungsländern wie Afrika und Asien handelt. Meistens sind es Produkte wie Kaffee, Tee, frisches oder getrocknetes Obst, Säfte, Kakao, Rohrzucker, Honig, Nüsse, pflanzliches Öl, Reis, Gewürze, Wein, Schokolade, Bananen, aber auch bunte Ketten, Baumwollbekleidung, Musikinstrumente und Kinderspielzeug aus Naturmaterialien. Aber, nach welchen Grundsätzen wird angebaut und hergestellt?

     

    Um diese Fragen zu beantworten, war die Indonieserin Nur Aenah, Produzentenvertreterin des Fair-Trade-Unternehmens Pekerti zu Gast an unserer Schule. Begleitet wurde sie von dem Übersetzer Walter König und Richard Bruns, ehrenamtlicher Geschäftsführer des Michaelis WeltCafé.

    „Die Organisation Pekerti wurde als eines der ersten Fairtrade Unternehmen in Indonesien gegründet“, berichtet Nur Aenah. Und ergänzt: „Als Ziel war angedacht, das Einkommen von Kleinbauern sowie von anderen benachteiligten Bevölkerungsschichten durch die Produktion und den Verkauf von fair gehandelten Kunstwerken aufzubessern. Dieses Ziel wurde über die Jahre erreicht.“

     

     

    Die Grundsätze von Fairtrade sind z.B.:

     

    Die Verkäufer arbeiten eng mit den Produzenten zusammen und achten darauf, dass nach ökologischen Grundsätzen angebaut und verarbeitet wird.

    Es werden faire Preise gezahlt. Das bedeutet, dass der Preis von beiden Seiten festgelegt wird und unabhängig von den Schwankungen der Weltmarktpreise stets die Produktionskosten gedeckt und der Unterhalt des Produzenten gesichert wird.

    Frauen und Männer werden für die gleiche Arbeit gleich bezahlt.

    Fairer Handel soll die Produzenten unabhängiger machen und sie in die Lage versetzten, sich auf dem Markt zu behaupten.

    Kinderarbeit ist nur dann erlaubt, wenn Kinder, so lange sie möchten, im elterlichen Betrieb mithelfen und wie andere Beschäftige auch, bezahlt werden.

    Das Arbeitsumfeld muss sicher und gesundheitsverträglich sein. Sklavenarbeit und Ausbeutung jeglicher Art sind verboten.

    Fairer Handel soll zur Linderung von Armut und zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.

    Natürlich bekommt der Konsument Artikel, die nach diesen Grundsätzen angebaut oder hergestellt werden, nicht umsonst. Sie sind schon etwas teurer als maschinell hergestellte oder im Westen produzierte Gegenstände und Lebensmittel.

    Aber, und das haben Studien bewiesen: Fair-Trade-Produkte behaupten sich immer mehr auf dem Markt.

    Obwohl, z.B., immer weniger Kaffee getrunken wird, ist der Absatz von Fairtrade-Kaffee gestiegen.

    In den letzten 50 Jahren sind Fairtrade-Produkte immer mehr in das Bewußsein der Konsumenten gerückt. Auch wenn es immer wieder Krikiker gibt, die sagen, Fairtrade sorge dafür, dass die Armut nicht kleiner, sondern nur auf einem bestimmten Level gehalten wird.

    Aber, solange das Leben mit fairen Mitteln gesichert ist und Traditionen erhalten bleiben, sollte Fairtrade, meiner Meinung nach, in unser aller Leben eine Rolle spielen.

    (Text: Christina, Foto: Katharina Baumeister)

    In: Pressemitteilungen