Elisabeth-von-Rantzau-Schule
  • Haus der kleinen Forscher

    Weitere Informationen hier bei uns: Logo Kleine Forscher
    Lokales Netzwerk der Bildungsstiftung
  • EU-Programm

  • Bevorstehende Veranstaltungen

    1. Zukunftswerkstatt Beruf / SopA II b

      Oktober 23 - Oktober 26
    2. Zukunftswerkstatt Beruf / SopA II d

      November 6 - November 9
  • 24. März 2011

    Gewaltfreie Schule

    Mobbingpräventionsarbeit an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule

    Mobbing rechtzeitig erkennen - Marjo Gerlach schult Lehrer der Elisabeth-von-Rantzau-Schule

    Gewalt findet oft im Verborgenen statt, auch an Schulen. Der Schulhofschlägerei kann sicherlich Einhalt geboten und Disziplinarstrafen können verhängt werden.  Mobbing ist ebenfalls Gewalt und wer nicht genau weiß, was Mobbing ist, kann dies weder erkennen noch dagegen vorgehen. Im Leitbild der Elisabeth-von-Rantzau-Schule ist die „Gewaltfreiheit“ und der „respektvolle Umgang“ verankert. „Dies sind für uns nicht nur Worthülsen“, erklärt Schulleiter Prof. Alois-Ernst Ehbrecht, „uns ist es wichtig, dass jeder Lehrer und jeder Schüler zu diesem Klima beiträgt.“ Um Mobbing zu erkennen und kompetent handeln zu können wurde das Kollegium der Elisabeth-von-Rantzau-Schule an vier aufeinanderfolgenden Terminen in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Hildesheim geschult. Gleich mehrere Referenten und Trainer konnten gewonnen werden.

    Die Frage, die Lehrkräfte immer wieder beschäftigt: „Gibt es an unserer Schule überhaupt Mobbing-Vorfälle?“. Nicole Marjo Gerlach, Diplom-Sozialpädagogin und Lehrtrainerin der Gewaltakademie Villigst machte am ersten Schulungstag eines deutlich: „Schüler sind durch ihre Sozialisation geprägt. Berufsschüler können einen ganzen Strauß an Mobbing-Erfahrungen mitbringen“.

    Die jüngsten Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule sind 16 Jahre, sie werden zum Sozialassistenten und Erzieher ausgebildet oder können die Fachhochschulreife sowie das Abitur erwerben. 10 Jahre Schule bedeuten auch, dass sie höchstwahrscheinlich Erfahrungen mit Mobbing gemacht haben. Ob als Opfer, Täter, Mittäter oder wie es bei Mobbing häufig der Fall ist: als vermeintlich unbeteiligter Zuschauer. Es sind Altlasten, die oft noch nicht verarbeitet worden sind und mit denen sie ihr neues Schulleben beginnen. Mobbing, und das machten alle Referenten deutlich, ist weder ein Modewort noch eine beliebige Bezeichnung. Mobbing ist Gewalt an einer Person innerhalb ihrer sozialen Bezugsgruppe und sie ist ein fortschreitender Prozess, der mehrere  Phasen durchläuft. Wie dieser zu erkennen und zu stoppen ist, vermittelten Monika Mauerhöfer, Schulmediatorin an der Marienschule, und Birgit Waldhoff-Blum, Mediatorin und Ausbilderin für Mediation. Mit der „No Blame Approach“-Methode werden beispielsweise mit der Klasse Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und Schuldzuweisungen vermieden, während die „Farsta-Methode“ den Täter mit seiner Tat konfrontiert und versucht, diesen als Kooperationspartner zu gewinnen. Marlene Silzer, Organisatorin der Schulung und Dozentin an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule, hatte zu Beginn einen Wunsch: „Ich möchte, dass alle Kollegen nach den gleichen Prinzipien geschult werden und wir auf diese Wiese körperliche und psychische Verletzungen bereits im Vorfeld verhindert können.“ (Daniel Prüfer)

    In: Pressemitteilungen