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  • 10. Januar 2013

    „Irgendwas mit Indianern …“

    Nils Mohl diskutiert mit Schülern der Elisabeth-von-Rantzau-Schule über seinen Roman

    Nils Mohl liest aus „Es war einmal Indianerland“ und beantwortet Fragen

    „Ein echter Autor kommt zu Besuch! Das ist toll, den kann man endlich fragen, wie sein Buch gedacht ist und verstanden werden soll!“ Die Schülerinnen und Schüler des ersten Jahrgangs der Berufsfachschule für Sozialassistenten an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule sind schon am Vormittag aufgeregt, denn gleich nach der 6. Stunde kommt Nils Mohl zu Besuch. Der Gewinner des „Jugendliteraturpreises 2012“ in der Kategorie „Jugendbuch“ liest aus seinem Roman „Es war einmal Indianerland“.

    „Wann sollen wir die Stühle stellen? Wann kommt er denn an und: bekommen wir auch ein Autogramm?“ Es ist ihre Veranstaltung, denn sie lesen das Buch im Deutschunterricht und haben den Autor eingeladen. Vor Weihnachten eine Nachricht über Facebook geschrieben und zu Beginn des neuen Jahres, am 7. Januar, sitzt er tatsächlich in der Turnhalle in der Wiesenstraße.

    Nils Mohl freut sich über so viel Interesse: „Es ist eine Premiere für mich, von Schülern eingeladen worden zu sein!“ betont er. In seinem Roman geht es darum wie es ist, siebzehn zu sein.  Und dabei ist er selbst schon seit über 20 Jahren nicht mehr siebzehn. „Das ist das Tolle am Schreiben! Man kann jederzeit in jedes Alter zurückschlüpfen“, freut der Autor sich.

    Mit ruhiger Stimme liest er und erklärt, dass es eigentlich weniger um irgendwas mit Indianern als um den Ich-Erzähler und um Mauser und um die beiden Mädchen Jackie und Edda geht. Die Geschichte ist zeitlos: Man kann nicht sagen, ob gerade 1980 oder 2012 ist. Erzählt ist sie wie ein Film: spult vor und zurück. Da muss sich der Leser viel selbst erschließen.

    „Sind Mauser und der Ich-Erzähler wirklich eine Person, was hat immer wieder dieser Indianer in der Geschichte zu suchen, wieso haben alle so merkwürdige Namen und warum diese Zeitsprünge?“ Die Schüler haben viele Fragen und Nils Mohl beantwortet eine nach der anderen geduldig – und ehrlich: „Ich habe nicht auf jede Frage die eine richtige Antwort. Das Gute ist: jeder kann ein Buch auf seine eigene Weise lesen. Ich selbst lese und verstehe Bücher jetzt ganz anders als mit siebzehn.“ Und fragt auch zurück: „Wie habt ihr es denn gedacht?“ Raum lassen für eigene Deutungen und das Einsetzen eigener Erfahrungen, das soll sein Buch bieten. „Jeder hier hat sich sein eigenes Bild von den Figuren gemacht und auch ich habe mein eigenes Bild von Mauser und Jacki und Edda.“ Genau das sei für ihn Literatur.

    Das macht Lust auf eigenes Entdecken und Mitdenken: „Wir sind gespannt auf das nächste Buch von Ihnen“, freut sich eine Schülerin. Und das, erfährt sie, hat irgendwas mit Rittern zu tun. (Text und Foto: Franziska Soehring)

    In: Pressemitteilungen