Elisabeth-von-Rantzau-Schule
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  • 20. Februar 2011

    Mit viel Praxis zum Fachabitur

    Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule in der Pflege und in sozialpädagogischen Einrichtungen

    Klasse 11 der Fachoberschule

    Dennis, Lena, Nadine und Karina sitzen auf dem Boden ihres Klassenraums. Die Arme ineinander veschränkt, die Füße angewinkelt, die Körper voneinander abgewandt und mit nur einem Ziel vor Augen: Sich gemeinsam erheben, ohne hinzufallen und ohne einen Mitschüler zurückzulassen. Den Unterricht in der Fachoberschule Klasse 11 an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule haben an diesem Montagmorgen ausnahmsweise Christian Szymoniak (36) und Davina Häusler (24) übernommen, beide Referenten für Bildungsarbeit der Christlichen Arbeiter Jugend (CAJ).

    Reflexion des Praktikums steht heute auf dem Stundenplan. Denn die Schüler der Klassen 11 sind an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule  – je nach Stundenplan- nur ein bis zwei Tage die Woche anzutreffen. Jeweils ein Praktikum im pflegerischen und eins im sozialpädagogischen Bereich bewerkstelligen die Schüler bevor sie dann in die Klasse 12 versetzt werden und sich wieder im Vollzeitschulunterricht auf die Fachhochschulreife vorbereiten. „Im Pflegepraktikum arbeiten die Schüler in Altenheimen, Krankenhäusern und Behinderteneinrichtungen.

    Sozialpädagogisches Praktikum

    Im sozialpädagogischen Praktikum sind die Schüler in Kindertagesstätten, Heimen, im Hort und in Schulen anzutreffen“, erklärt die Praktikumskoordinatorin und Englischlehrerin Barbara Beste. In der Praxis sieht das so aus. Dominik Hartmann (17) beispielsweise ist für sein soziallpädagogisches Praktikum an seine alte Schule zurückgekehrt. An der Robert Bosch Gesamtschule arbeitet er mit seinem Klassenkamerad Dennis Vorreiter im Freizeitbereich. „Ich trainiere eine 10. Klasse im Badminton“, erklärt der Sportler stolz und berichtet: „Die haben Spaß am Unterricht. Man kann mit ihnen hervorragend zusammenarbeiten.“ Dennis kann sich gut vorstellen, auch später einmal in diesem Bereich zu arbeiten. Szymoniak bestätigt: „Das Praktikum ist das beste Mittel, um herauszufinden, was einem liegt.“ Auch Häusler, Erziehungswissenschaftlerin, ist von den Vorteilen überzeugt: „Vorstellungen vom Beruf können mit der Realität abgeglichen werden. Und die Schüler bekommen bestenfalls das Gefühl, dazuzugehören und ein vollwertiges Mitglied im Arbeitsteam zu sein.“ Dazu gehört auch, dass der Alltag nicht immer leicht ist. Die 17-jährige Sina Treu findet ihre Arbeit durchaus auch mal anstrengend.

    Pflege

    klasse_fos11_09_2In der Unfallchirurgie des Klinikums transportiert sie Patienten, erledigt Laborgänge und verteilt Essen und Trinken. „Ich finde aber auch, dass es ein guter Einblick in die Arbeitswelt ist und man am Tag andere Aufgaben als die sonst üblichen zu bewältigen hat“. Auch die 17-jährige Stefanie Wulf fühlt sich gefordert. Im Bernwardskrankenhaus ist sie in der Dialyse eingesetzt. Sie baut unter anderem Maschinen auf, hilft bei der Blutgasanalyse und bezieht Betten. „Ich möchte Physiotherapeutin werden und auch im Berufsumfeld Krankenhaus arbeiten“. Sina hingegen geht eher in die Richtung ihres ersten Praktikums.

    „Ich möchte später Sonderpädagogik studieren“, erklärt sie. Einen guten Start für ein erfolgreiches Studium bieten an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule neben den allgemeinbildenden Fächern vor allem die praxisnahen wie Pädagogik, Psychologie oder Soziologie. Beste ist von den Schülern überzeugt: „Sie kommen aus unterschiedlichen Schulen, bringen unterschiedliche Lernerfahrungen mit. Und vor allem: Sie sind sozial. Dies wird in dem Schul- und Klassenklima deutlich.“ Dies bestätigen am Ende auch Dennis, Lena, Nadine und Karina, die es gemeinsam ganz nach oben geschafft haben. (Daniel Prüfer)

    In: Pressemitteilungen