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  • 21. Juni 2013

    Modisches Vorbild im Louvre

    Annika Rentschler schlüpft in die Rolle der Madame Pompadour

    Annika Rentschler stellt im Rokoko-Kostüm Madame Pompadour dar.

    Annika Rentschler stellt im Rokoko-Kostüm Madame Pompadour dar.

    Hildesheim (ph). Bis Freitag betreut Annika Rentschler noch in Jeans und T-Shirt die Kleinsten im Kindergarten. Am Wochenende schlüpft sie in ein bombastisches Kleid und in die Rolle der Madame Pompadour beim Fest im Magdalenengarten.

    Traditionell steht beim Magdalenenfest eine historische Persönlichkeit mit Bezug zu Gartenkultur im Mittelpunkt, dargestellt von Schülerinnen der Elisabeth-von-Rantzau-Schule in Hildesheim. Diesmal hat der Organisator Hans-Joachim Tute die Madame Pompadour (1721 bis 1764) ausgesucht, die Mätresse des französischen Königs Ludwig XV.

    Annika Rentschler hat Erfahrungen in Sachen Magdalenenfest: Noch als Schülerin war sie mehrfach dabei, betreute Kinder, spielte Puppentheater und stellte zum Beispiel eine Hofdame der Kaiserin Josephine dar. Diesmal steht sie selbst im Mittelpunkt, wirbt derzeit huldvoll lächelnd von Plakatwänden für die Veranstaltung und wird dort auch auftreten.

    „Ich musste die Madame erst mal ausgoogeln“, erzählt sie. Zwar wusste sie ungefähr, wenn sie darstellen soll, aber die Achtumerin wollte sich doch in die Rolle einarbeiten, die Pompardour näher kennenlernen. Dabei erfuhr sie unter anderem, dass Madame Pompadour in Sachen Mode tonangebend in ihrer Zeit war. „Das Kleid ist also ganz wichtig.“

    Hier half eine Lehrerin der jungen Frau: Irmgard Abel hat in stundenlanger Arbeit das Rokoko-Kostüm in Größe 36 geschneidert, das die junge Frau tragen wird. Die Lehrerin hat ein berühmtes Bild als Vorbild verwendet, das im Louvre zu sehen ist und auf dem die Madame eine flaschengrüne und mit Blumen besetzte Robe trägt. Hätte man das professionell nachgearbeitet, wären mehrere tausend Euro fällig gewesen, so arbeiteten Irmgard Abel und ihre Tochter für den guten Zweck. Seide konnten sie natürlich nicht verwenden, stattdessen arbeitete die Schneiderin mit glänzendem fließendem Taft. Die vielen Blumen, die das Kleid schmücken, besorgte sie sich aus einem Gartenbaubetrieb: Sie sind eigentlich als Dekoration für Trockensträuße gedacht.

    Das Kleid ist Annika Rentschler genau angepasst, letzte Korrekturen lassen es perfekt sitzen. Irmgard Abel unterrichtet übrigens an der Schule nicht etwa Handarbeit, sondern Religion.

    Annika Rentschlers Familie hat einen großen Garten, die junge Frau selbst ist auch gartenbegeistert, Rosen sind ihre Lieblingsblumen. Auf ihren Auftritt am Wochenende freut sie sich schon, und auch ihre Familie ist gespannt. „Meine Eltern haben nämlich das Kleid noch nicht gesehen.“ Das Magdalenenfest ist am Sonnabend und Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Aussteller präsentieren neue Trends für Garten, Mode und Design, die Partnerstadt Padang stellt sich vor. Zugang über die Straße Wohl. Der neue Zugang über die Klosterstraße ist aus technischen Gründen geschlossen. Es gibt ein Angebot für Kinder. Eintritt: 3 Euro.

    (Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung, erschienen am 20.06.2013, Foto: P. Hartmann)

    In: Pressemitteilungen