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  • 2. Januar 2013

    Nils Mohl an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule

    Gewinner des Jugendliteraturpreises liest aus „Es war einmal Indianerland“

    Noch 12 Tage Sommerferien, sich zwischen zwei Mädchen entscheiden müssen, von einem Indianer verfolgt werden, von einem Mord erfahren – und außerdem noch 17 sein. Das ist ganz schön viel für einen Ich-Erzähler und für Mauser – nur wer ist eigentlich wer?

    Das ist – aufs Kürzeste zusammengefasst – die Handlung von Nils Mohls Roman „Es war einmal Indianerland“. Und wer denkt, hier geht es um ein verlorenes Indianervolk in der nordamerikanischen Prärie, der liegt falsch. Der Roman spielt inmitten einer grauen Vorstadtsiedlung einer deutschen Großstadt.

    Nils Mohl hat mit diesem Roman den Jugendliteraturpreis 2012 in der Kategorie „Jugendbuch“ gewonnen. Es liest sich wie ein Film, mit Vor- und Rückblenden, kurzen Bildschnipseln und schnellen Schnitten. Das verlangt genaues Hinschauen und Mitdenken. Denn genauso dicht wie die Zusammenfassung ist die Handlung in jedem Kapitel des Jugendromans.

    „Warum ist das so kompliziert geschrieben?“ fragen sich Schülerinnen und Schüler des ersten Jahrgangs der Berufsfachschule für Sozialassistenten an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule. Im Deutschunterricht lesen sie das Buch von Nils Mohl. Analysieren die Figuren, die sprachlichen Gestaltungsmittel und machen sich Skizzen, was überhaupt wann passiert. Gar nicht so leicht bei einem Erzähler, der ständig hin und her springt, zwischendurch nur Zeitungsmeldungen sprechen lässt und dann auch noch aus zwei Personen zu bestehen scheint.

    Wie gut wäre es da, einfach mal den Autor selbst zu befragen, wie sein Text zu verstehen ist.

    „Bitteschön, Herr Mohl, wir wollen wissen, was Sie sich dabei gedacht haben“, finden einige Schülerinnen und schreiben dem Autor eine Mail. Die Antwort kommt prompt, Nils Mohl freut sich über das Interesse und schnell ist eine Einladung nach Hildesheim ausgesprochen.

    Denn neben der komplizierten Schreibe gefällt den Schülerinnen und Schülern die Handlung. Wenn sie außerhalb der Schule Bücher lesen, dann am liebsten solche, die spannend sind. Voller Action und eben in einer anderen Welt als der eigenen. Und das Leben des Ich-Erzählers in der grauen Hochhaussiedlung – das ist keine leichte Kost! Außerdem finden sie die Interessen, die Sprache, das Verhalten von jungen Menschen 2012 gut getroffen. Sie müssen es wissen: viele von ihnen sind selbst zwischen 16 und 18 Jahre alt.

    „Komisch, dabei ist der Autor schon über 40!“ wundern Sie sich.

    Fragen für den Besuch gibt es also genug!

    Denn er kommt tatsächlich: für die die Klassen der Berufsfachschule für Sozialassistenten liest und diskutiert er am 7. Januar 2013 zwischen 13:30 und 15:00 Uhr in der Heinrich-Schenk-Halle der Elisabeth-von-Rantzau-Schule.

    (Text: Franziska Söhring, Foto: (c) a_amo, blog.nilsmohl.de)

    In: Pressemitteilungen