Elisabeth-von-Rantzau-Schule
  • Haus der kleinen Forscher

    Weitere Informationen hier bei uns: Logo Kleine Forscher
    Lokales Netzwerk der Bildungsstiftung
  • EU-Programm

  • Bevorstehende Veranstaltungen

    1. Fortbildung Kind s/Sucht Familie (Klasse OKb)

      Mai 2 - Mai 3
    2. Fortbildung Kind s/Sucht Familie

      Mai 8 @ 08:00 - 17:00
  • 12. Dezember 2015

    Sozial engagiert für das Hausaufgabenprojekt ETUI

    Elisabeth-von-Rantzau-Schüler arbeiten für ihr Projekt

    Ann-Christin Dießel im Lager des Malereibetriebs Wiegand

    Ann-Christin Dießel im Lager des Malereibetriebs Wiegand

    Kinder laufen durch den Raum, rutschen, malen oder stehen am Herd der kleinen Spielzeugküche. Ein fröhliches Gewusel, eine ausgelassene Stimmung und dennoch kein ganz normaler Kindergartenalltag. Vor wenigen Tagen noch waren die Kleinen in Lebensgefahr, haben die Länder der sogenannten Balkanroute durchquert und nun in der Hildesheimer Mackensen-Kaserne, wenn auch kein zuhause, so doch eine vorübergehende Bleibe gefunden. Ali Ibrahim ist an diesem Morgen besonders gefragt, denn er beherrscht auch die arabische Sprache. „Die Kinder freuen sich, dass ich hier bin. Denn für sie ist es ein fremdes Land und eine gemeinsame Sprache schafft erst einmal Vertrauen“, sagt der angehende Fachabiturient. Ali ist, wie weitere 14 Mitschüler, im Auftrag seiner Elisabeth-von-Rantzau-Schule hier. Fünf Schüler arbeiten an diesem Morgen in der Kinderbetreuung der Notunterkunft, die anderen übernehmen weitere Betreuungstätigkeiten. Auch in diesem Jahr hat die berufsbildende Schule für Sozialwesen in Trägerschaft des Caritasverbands für die Diözese Hildesheim e.V. mehr als 500 Schülerinnen und Schüler in die Stadt Hildesheim und den Landkreis entsandt. Die Schüler stellen ihre Arbeitskraft Geschäfts- und Privatleuten sowie Institutionen zur Verfügung und erhalten dafür eine Spende, die dann dem Hausaufgabenhilfeprojekt „Etui“ zugute kommt. Dieses Modell-Projekt unterstützt an acht Standorten in der Stadt Hildesheim Kinder und Jugendliche, die sozial benachteiligt und von Armut betroffen sind, bei ihren Hausaufgaben und der Freizeitgestaltung.

    Die für die Kinderbetreuung verantwortliche Erzieherin ist von Ali begeistert. „Wir brauchen Mitarbeiter mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen“, erklärt sie und hätte Ali am liebsten gleich eingestellt. Die Altersspanne ist groß, Kinder vom Krippen- bis zum frühen Teenageralter werden hier betreut. „Wir wollen den Kindern hier eine schöne Zeit ermöglichen und von dem ablenken, was sie zuvor erleben mussten“, unterstreicht die engagierte Erzieherin. Max Winckelmann, Sozialassistent und angehender Fachabiturient, ist von der Kinderbetreuung sichtlich beeindruckt. „Es ist wichtig, dass diese Kinder jetzt gefördert werden, auch um die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten.“ Schulleiter Prof. Alois Ernst Ehbrecht ist von den Mitarbeitern des Arbeiter-Samariter-Bundes und den zahlreichen Freiwilligen der Notunterkunft begeistert: „Hier arbeiten Sozialpioniere, die mit ihrer Arbeit unendlich viel Gutes tun.“

    Auch Ann-Christin Dießel hat bereits Gutes getan. Im Rahmen des Etui-Projektes unterstützte die angehende Erzieherin in ihrem ersten Ausbildungsjahr die Kinder der Grundschule Nord bei ihren Hausaufgaben. „Ich finde es wichtig, dass Kinder, die einen Förderbedarf haben, diese Möglichkeiten nutzen können“, erklärt Ann-Christin. Sie schreibt unter Anleitung an diesem Etui-Aktionstag für den Malereibetrieb Wiegand in Dinklar Angebote, prüft Lagerbestände und rechnet ab. Direkt an ihrer Seite: Chefin Mira Wiegand, die Dießel an diesem Morgen einarbeitet. Auch Wiegand hatte einst die Ausbildung zur Sozialassistentin an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule absolviert und unterstützt gern das soziale Projekt ihrer ehemaligen Schule. Während Ann-Christin die große Leiter erklimmt und den Warenbestand überprüft, sind Daniel Kayser und Sarah Löchel im Rewe

    Sarah Löchel hilft im Supermarkt.

    Sarah Löchel hilft im Supermarkt.

    Supermarkt der Hildesheimer Oststadt im vollen Einsatz. Regale werden von den angehenden Erziehern mit Waren bestückt und das Mindesthaltbarkeitsdatum überprüft. Sarah Löchel und Daniel Kayser sind von Etuiprojekt überzeugt. „Wenn Eltern nicht mehr helfen können, erhalten die Kinder an den unterschiedlichsten Standorten im Stadtgebiet die Unterstützung, die sie für einen Schulerfolg brauchen“, erklärt Sarah.

    (Text und Fotos: Daniel Prüfer)

     

     

     

     

     

    In: Pressemitteilungen