Elisabeth-von-Rantzau-Schule
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  • 20. September 2017

    Wählen: Die Demokratie verteidigen

    Vertreter der Parteien stellen sich den Fragen der Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule

    Schüler fragen kritisch nach

    Mehr als 400 Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule haben sich auf die nächsten zwei Stunden gut vorbereitet. Die Stuhlreihen in der Heinrich-Schenck-Halle sind voll besetzt, die Blicke nach vorne gerichtet. Auf der Bühne nehmen die Politiker Platz, die sich für den 19. Bundestag zur Wahl stellen: Ute Bertram (MdB, CDU), Ottmar von Holtz (MdL, Bündnis 90/Die Grünen), Henrik Jacobs (FDP), Orhan Kara (Die Linke) und Bernd Westphal (MdB, SPD). Über die Hälfte der Schüler darf am kommenden Sonntag wählen gehen. Diejenigen, die noch nicht wahlberechtigt sind, sind dennoch von den politischen Entscheidungen des nächsten Bundestages unmittelbar betroffen. Und so konfrontierte die gesamte Schulgemeinschaft die Politiker mit den für sie wichtigen Themen. Vorbereitet und moderiert wurde die Veranstaltung von Politiklehrerin Marlene Silzer.

    Doch bevor die Eingeladenen Rede und Antwort stehen und ihre eigenen Positionen und Vorhaben zum Ausdruck bringen konnten, begann der „Politische Vormittag“ mit einem deutlichen Appell des Schulleiters Prof. Alois-Ernst Ehbrecht: „Gehen Sie frei und selbstbestimmt zur Wahl und machen Sie damit Gebrauch von einem Grundrecht, das immer noch in vielen Ländern dieser Erde, in denen totalitäre Systeme herrschen, in keinster Weise selbstverständlich ist. Nur wer wählen geht, kann die Demokratie verteidigen.“

    Innen- und außenpolitische Themen wie die innere Sicherheit, die Inhaftierung von Journalisten, das Verhältnis zur Türkei sowie das bildungspolitische Thema „Inklusion“ bestimmte den ersten Teil der Podiumsdiskussion. Die entsprechenden Fragen wurden im Politikunterricht von Marlene Silzer, Claudia Schwetje und Prof. Ehbrecht mit den Schülern erarbeitet und den Politikern vor der Veranstaltung mitgeteilt. Die Volksvertreter konnten sich dementsprechend vorbereiten und präsentierten Positionen oder Vorhaben, die weitestgehend dem jeweiligen Parteiprogramm entsprechen.

    Kontroverser gestaltete sich der zweite Teil der Veranstaltung. In einer offenen Fragerunde konfrontierten die Schüler die Vertreter der Parteien mit Themen, die die Lebenswirklichkeit der jungen Erwachsenen betreffen. Das Gehalt für Erzieher, die Gleichstellung der betrieblichen und schulischen Ausbildung sowie die Regenbogenfamilie waren die zentralen Themen. Der eine oder andere Politiker gab zu, bei bestimmten Aspekten, wie der Eingruppierung der Erzieherausbildung in den Deutschen Qualifikationsrahmen Niveaustufe 6, nicht genau Bescheid zu wissen. Auch zeigte sich eine Schülerin nach einem Politikerstatement besonders entschlossen. „Das war nicht die Antwort auf meine Frage“, stellte die Fachschülerin fest und verlangte auf die Frage, was seitens der Politik für die Situation der Erzieher getan werden soll, eine präzise Antwort. Zu eindeutigen Taten forderte Prof. Ehbrecht am Ende der Veranstaltung auf und machte den Beteiligten ein besonderes Angebot: „Ich lade Sie ein, in der Mitte der nächsten Legislaturperiode erneut an unsere Schule zu kommen und sich dann den Fragen der Schüler zustellen. Dann können Sie erklären, welche Vorhaben sie durchgesetzt haben und aus welchen Gründen sie zuvor gemachte Versprechen nicht einhalten konnten.“ Doch zuvor haben die Schülerinnen und Schüler am kommenden Sonntag die Wahl.

    (Text und Fotos: Daniel Prüfer)

     

    In: Pressemitteilungen