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  • 19. Dezember 2008

    Im „Etui“ Hausaufgaben machen

    Elisabeth-von-Rantzau-Schüler unterstützen soziales Projekt mit ihrer Arbeit – auch beim Sarstedter Anzeiger

    Sarstedt/Hildesheim. 350 Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule haben gestern in Hildesheimund Umgebung fünf Stunden für das Projekt „Etui“ gearbeitet, um Spenden zu sammeln. Im Stadtfeld hat die Hausaufgabenhilfe „Etui“ ihren Hauptsitz.

    Peggy Hamfler An sechs weiteren Standorten (unter anderem im Kinder- und Jugendzentrum in Ochtersum) ist das „Etui“ auch zu Hause. Das Projekt unterstützt seit vergangenem Jahr sechseinhalb- bis 13-jährige arme Kinder bei der Hausaufgabenbetreuung. Allein im vergangenen Jahr konnten Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule 5000 Euro durch die Arbeit in verschiedenen Einrichtungen spenden. Schuldirektor Prof. Alois-Ernst Ehbrecht: „Ich finde das Projekt außerordentlich gut: Erstens, gerade weil unsere Schule eine katholische Einrichtung ist, hat sie die Pflicht, sich für soziale Projekte zu engagieren. Zweitens ist es für die Schüler eine bleibende Herausforderung und drittens macht es den Schülern auch Spaß, sich zu engagieren.“ Heute soll der Spendenbeitrag in Form eines Schecks an Jörg Piprek, den leitenden Initiator des Projekts „Etui“, überreicht werden. Piprek: „Ohne die Unterstützung von unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern und die Hilfe durch Spenden wäre unser Projekt nicht möglich.“ Auch Sachspenden in Form von Schulmaterial (Taschenrechner, Stifte) und Nahrung (frisches Obst, Leckereien, haltbare Nahrungsmittel) werden jederzeit gern von der Hausaufgabenhilfe angenommen. „Wenn die Bäcker nicht alles wegschmeißen würden, wäre das von uns sehr gut verwendbar.“ Zu Weihnachten wird jedes Kind Hausschuhe bekommen, gerade, weil sie ein Symbol der Geborgenheit für die Kinder darstellen.“ Der Bedarf an freiwilligen Hilfskräften ist jedoch noch groß: „Wir freuen uns über Lehrer, Hausfrauen und ältere Schüler natürlich genauso wie über Studenten, die bei unserem Projekt mitmachen möchten.“

    Anstoß für das Projekt war eine Parallelentwicklung im Vorjahr: Gerade äußerten Eltern den Bedarf an unentgeltlicher Hausaufgabenhilfe für ihre Kinder, als Prof. Alois-Ernst Ehbrecht sich an Piprek wandte und den Wunsch nach einem neuen sozialen Projekt vorbrachte. Das Projekt „Etui“ hat es sich zum Ziel gesetzt, Mädchen und Jungen zu helfen, die zu Hause keinen Schreibtisch besitzen und mit ihren Geschwistern in einem Zimmer schlafen müssen. Meist haben die Eltern Angst vorm Lesen und Schreiben, sind überfordert und haben kaum Zeit für ihre Kinder. Eine häusliche Umgebung und die entspannte Lernsituation mit Gleichaltrigen soll bei diesem Problem Abhilfe schaffen. „Etui“ gibt Kindern, die in der Schule Angst beim Vorlesen haben, eine soziale Grundlage und wieder Freude am Lesen. Pädagogische Lehrkräfte betreuen die angehenden 59 Sozialassistenten aus zwei Klassen der Elisabeth-von-Rantzau-Schule bei der Hausaufgabenhilfe. Täglich sind am Standort Stadtfeld zwei bis vier Schüler anwesend. Das fundierte Wissen zur Nachhilfe kommt auch von ehrenamtlichen Mitarbeitern.

    Die Jungen und Mädchen wissen die Hilfe zu schätzen: „Die Kinder sind regelrecht motiviert und lernwillig, das hat mich anfangs sehr positiv überrascht“, meint Jörg Piprek.

    Geöffnet hat die Lernhilfe wochentags von 13 bis 16 Uhr. Jedoch wolle diese Hausaufgabenhilfe keineswegs eine Konkurrenz zu den Schülerhilfen darstellen, die es in Hildesheim gibt, betonte Piprek noch einmal. „Wir helfen hier Kindern, die sich eine entgeltliche Hausaufgabenbetreuung nicht leisten können.“ Die Eltern der Jungen und Mädchen sind auch gern engagiert dabei: Ob Obst geschnitten werden muss oder am Ende gekehrt werden soll, die Mütter und Väter der Kinder stehen tatkräftig zur Seite.

    Helfer und Spender gesucht

    Projektleiter Piprek kann sich sehr gut vorstellen, auch noch neue Standorte zu eröffnen und älteren Schülern Nachhilfe zu ermöglichen, jedoch werden dafür mehr Mitarbeiter benötigt.

    Wer sich bei diesem Projekt gern beteiligen möchte, kann sich unter der Mailadresse etui (at) caritas-hildesheim dot de oder unter der Telefonnummer 0 51 21 / 20 63 39 bei Jörg Piprek melden. Auch Spenden sind den Organisatoren willkommen.

    Quelle; Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 19. Dezember 2008, Peggy Hamfler

    In: Pressespiegel