Elisabeth-von-Rantzau-Schule
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  • 31. Januar 2011

    Schulfrei für einen guten Zweck

    Schüler aus der Elisabeth-von-Rantzau-Schule arbeiten für Nachhilfe-Projekt

    Eileen Eckert hilft einen Tag lang im Friseurgeschäft mit. Michaela Sandrock erklärt ihr dabei alle nötigen Einzelheiten.

    Sarstedt (wi). Das Projekt „Etui“ hilft Kindern in Hildesheim bei den Hausaufgaben. Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule haben jetzt einen freiwilligen Arbeitstag eingelegt, um dieses Projekt zu unterstützen. Mehrere Tausend Euro haben sie, wie in jedem Jahr, dabei erarbeitet.

    Der Unterricht fiel aus, dafür hat sich jeder Schüler eine Stelle gesucht, um dort einen halben Tag zu arbeiten. Im Gegenzug für die erbrachte Leistung spendet jeder Arbeitgeber einen Betrag nach eigenem Ermessen, der direkt dem Projekt zugute kommt.

    Die angehenden Erzieherin Eileen Eckert zum Beispiel verbrachte ihren Tag bei dem Sarstedter Frisör „Hair.komm“ in der Holztorstraße. „Ich möchte zwar nicht Frisörin werden, ich finde es aber interessant den Tagesablauf hier kennen zu lernen“, antwortet sie auf die Frage, warum sie sich gerade diesen Betrieb ausgesucht hat. Auch ist sie selbst Kundin dort. „Es ist aber mal was ganz anderes, dass alles aus der Perspektive des Frisörs zu erleben.“

    Michaela Sandrock, Besitzerin des „Hair.komm“, ist mit ihrer neuen Mitarbeiterin mehr als zufrieden: „Ich hatte letzte Woche schon einen Helfer von der Elisabeth-von-Rantzau-Schule, alle sind eine große Hilfe.“ Die Chefin zu den Arbeitsmöglichkeiten: „Sie können natürlich noch keine Haare schneiden, aber Kunden empfangen und deren Jacken ablegen geht auf jeden Fall, auch muss das Geschäft oft ausgefegt werden.“

    Auch die Sarstedterin Sara Winter, ebenfalls in der Ausbildung zur Erzieherin, hat sich einen ihr gut bekannten Betrieb ausgesucht.

    In dem Restaurant „Zum Trockendock“, direkt über dem Sarstedter Schwimmbad, arbeitet sie sonst regelmäßig als Aushilfe und hilft dem Küchenteam beim Spülen. Auch das Zubereiten von Salaten steht auf dem Arbeitsplan. „Die Arbeit hier gefällt mir sehr, ich würde es aber nicht ein Leben lang machen, dafür erfüllt mich die Arbeit mit Kindern zu sehr“, sagt sie. „Kinder geben einem so viel zurück und sie sind immer ehrlich.“ Viele Schülerinnen müssten während ihrer Erzieherausbildung solche Nebenjobs annehmen, da sie während dieser Zeit keine Ausbildungsvergütung bekommen.

    Ihre Chefin Christin Deppmeyer unterstützt die Aktion „Etui“ gerne. „Es ist ja für einen guten Zweck.“ Über ihre Aushilfskraft hat Cirstin Deppmeyer nur Gutes zu berichten. „Sandra macht ihre Arbeit wirklich gut, sie ist fleißig und sehr kollegial.“ Auf diese Worte gibt es ein übereinstimmendes Nicken der anderen Mitarbeiter.

    Die Einsatztage ließen die Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule in viele Betriebe in Stadt und Landkreis Hildesheim ausschwärmen. Neben der Berufserfahrung brachten sie ihren Tageslohn mit und legte ihn zusammen, um das Projekt „Etui“ zu unterstützen. Das tun sie nicht nur mit Geld. Viele ehrenamtliche Helfer von „Etui“ sind Schüler der Rantzau. Schule.

    Dieser Artikel ist geschrieben von Nikolas Wille. Er hat seinen Einsatztag in der Redaktion des „Sarstedter Anzeigers“ verbracht.

    (Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung, erschienen am 18.12.2010., Fotos: Wille)

    In: Pressespiegel