Elisabeth-von-Rantzau-Schule
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  • 9. November 2016

    „Gänsehaut pur“

    Gemeinsamer Workshop der Notenträumer mit den Schülern der Elisabeth-von-Rantzau-Schule

    Schüler und Notenträumer

    Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule und Notenträumer, ein Chor der Lebenshilfe

    „In dem Lande Kunterbunt lebte einmal ein König. Seine Untertanen mischten sich kunterbunt, seine Krone war quietschbunt, sein Schloss war knallbunt und sein Garten war klatschbunt.“ Justus Schwarz, Schüler an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule, eröffnet mit seiner Erzählerstimme das Musical (Texte: Gabriele Fehrs, Texte und Musik: Markus Voigt). Marta Urbanczyk, Lehrkraft für Musik, greift in die Tasten, die blauen, roten und gelben Untertanen halten Einzug in die Heinrich-Schenk-Halle und stimmen gemeinsam ein: „Bist du froh, farbenfroh, ist dein Leben ebenso, wie ein Regenbogen hoch im Sonnenschein.“

    Seit 10 Jahren sind die Notenträumer, der Chor der Lebenshilfe Hildesheim, zu Gast an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule. 2005 wurden die Notenträumer von Birgit Meyer, Mitarbeiterin der Lebenshilfe, gegründet und seitdem leitet die engagierte Pädagogin den Chor. Die 18-55-Jährigen arbeiten in den Werkstätten der Lebenshilfe, leben selbständig in unterschiedlichen Wohnheimen oder werden betreut. Hussein, 27, seit zwei Jahren bei den Notenträumern, ist begeistert von den zahlreichen Auftritten und erklärt: „Wir sind wie eine Familie. Und wir singen Lieder für alle.“

    Im Land Kunterbunt ist es mit der Gemeinschaft schnell vorbei. Jede Farbe will zu ihrem eigenen Rechtimg_6194 kommen, so dass der König einen blauen, roten und gelben Tag einführt. Am Ende ist das farbenreiche Land grau und alle erstarren zu Stein. Doch die Rettung in größter Not: Der König findet in einer Regentonne Farben, schüttet sie über das ganze Land aus, so dass die Untertanen wieder erwachen. Am Ende durchmischen sich die Farben und werden zu einem Regenbogen. „Das Musical passt perfekt zum Thema Inklusion“, erklärt Cornelia Lehne, Lehrkraft für das Fach Pädagogik. Gemeinsam mit weiteren Lehrkräften unterrichtet sie in der Erzieherausbildung das Modul „Diversität und Inklusion“. Lehne ist von der Nachhaltigkeit des Projekts überzeugt: „Die Schüler lernen hier gemeinsam mit den Notenträumern. Sie erfahren, wie wichtig Offenheit und Toleranz ist und entdecken, wie viel Freude die Arbeit mit Menschen mit einer Beeinträchtigung auch beruflich machen kann.“

    img_6260Gemeinsam wurden mit der Tanzpädagogin Linda Hennig die Choreographien erarbeitet, mit Marta Urbanczyk die Lieder einstudiert und mit Cornelia Lehne die Schauspielpassagen erlernt. Jeder konnte mit seinen jeweils individuellen Fähigkeiten das Stück bereichern. Minutenlangen Applaus gab es dann bei einer schulinternen Aufführung. „Das Klatschen am Ende war wunderschön. Gänsehaut pur“, erklärt Christina, die 43-jährige Notenträumerin.

    (Text und Fotos: Daniel Prüfer)

    In: Notenträumer