13. Mai 2026
„Real Books. Real Stories“
Literaturprojekttag an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule

Mit einer Begrüßung durch Schulleiter Prof. Alois-Ernst Ehbrecht begann der erste Literaturprojekttag „Real Books. Real Stories“ an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule. Gemeinsam mit Gästen und Schüler*innen entstand ein besonderer Tag voller Literatur, Kreativität und Austausch rund um aktuelle gesellschaftliche Fragen und persönliche Geschichten.
Zu Gast waren die Autorin Elisabeth Pape, die Kinderbuchautorin und Illustratorin Nadia Budde sowie Linda Riebau, Schauspielerin am Theater für Niedersachsen in Hildesheim.
Unter dem Titel „Real Books. Real Stories“ beschäftigten sich die Schüler*innen mit Geschichten, die eng mit gesellschaftlicher Realität verbunden sind. Im Mittelpunkt standen Texte, die gesellschaftliche Normen hinterfragen, neue Perspektiven eröffnen und Themen wie Kindheit, Schutz, soziale Ungleichheit oder Geschlechterrollen sichtbar machen.
Gestaltet wurde der Projekttag von den Klassen SOPA1a, SOPA1b, FOS11a und FOS11b. Im Unterricht setzten sich die Schüler*innen intensiv mit aktueller Literatur auseinander und entwickelten dazu eigene kreative Projekte. Dabei entstanden unter anderem:
- eigene literarische Texte
- Podcasts
- ein Escape Room
- Kinderbücher
- Instagram- und Bookstagram-Beiträge
- Lesezeichen
- ein Speeddating mit ukrainischer Literatur
- Workshops und weitere kreative Formate
Wichtige Impulse setzten unter anderem Eilins Vortrag zum Genre „Dark Romance“ sowie die selbstgestalteten literarischen Texte der Schüler*innen, die während des Projekttages ausgestellt wurden. Persönliche Einblicke gab außerdem die Schulsprecherin Amelie, die darüber sprach, welche Bedeutung Lesen für sie persönlich hat.

Besonders eindrucksvoll waren die persönlichen und gesellschaftlichen Perspektiven der Gäste:
Elisabeth Pape sprach über schwierige Studienbedingungen, Scham im Zusammenhang mit Armut und das Schreiben als Überlebensstrategie. Nadia Budde sprach darüber, wie schnell die eigene Kindheit vorbeigeht, und mit welchen Klischees Kinderbuchautor*innen konfrontiert werden. Linda Riebau beeindruckte mit einem feministischen Auftritt im Mareike-Fallwickl-Fanoutfit und Texten über patriarchale Strukturen, neue Männlichkeiten und die Bedeutung von Zuhören und Gefühlen.
Die Moderation der einzelnen Lesungen übernahmen Christine Kundolf-Köhler, Daniel Prüfer und Conny Pook. Für musikalische Highlights auf Vinyl sorgte – wie immer – Sebastian Warnick.

Auch das gemeinsame Essen der Malteser sowie der Büchertisch von Ameis Buchecke trugen zu der offenen und inspirierenden Atmosphäre des Tages bei. Vielen Dank an Björn für die Unterstützung. Ein weiterer Dank gilt Roland Prüfer, der die digitalen Inhalte technisch zugänglich gemacht hat.
Initiiert wurde der Literaturprojekttag von Christine Kundolf-Köhler und Daniel Prüfer. Die ursprüngliche Idee einer Vorlesenacht entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem vielseitigen Literaturprojekt, das Literatur lebendig machte und Menschen miteinander ins Gespräch brachte.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen beteiligten Schülerinnen, Gästen, Unterstützerinnen und den vielen Kolleg*innen, die bei der Durchführung, beim Abbau sowie in der Küche geholfen haben.

