Elisabeth-von-Rantzau-Schule
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  • 12. Juni 2021

    Alle Religionen haben ihren Platz

    Religiöse Bildung beginnt im Kindergarten

    Sich gegenseitig respektieren – religiöse Bildung beginnt im Kindergarten. In der Elisabeth-von-Rantzau-Schule werden die künftigen Erzieherinnen und Erzieher darauf vorbereitet.

    Den katholischen Religionsunterricht besucht an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule wirklich jede Schülerin und jeder Schüler. Doch nicht alle sind katholisch getauft. Gemeinsam lernen hier Christen, Jesiden, Buddhisten und Moslems. Und natürlich auch Jugendliche, für die der Glaube keine so große Rolle spielt. In der Klasse 2a der Sozialassistentenausbildung haben alle Religionen ihren Platz, auch weil die Schülerinnen und Schüler nicht nur aus Deutschland, sondern aus Ländern wie Kirgistan, Afghanistan, Syrien, Iran oder Irak kommen.

    Irmgard Abel, Religionslehrerin an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule, freut sich besonders über diese Vielfalt: „Ich bin unendlich dankbar, wenn sich jeder mit seinem Glauben und seinem Standpunkt einbringt. Es ist unglaublich wichtig, sich gegenseitig zu respektieren.“ Vor allem auch, weil an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule sozialpädagogische Assistentinnen und Assistenten sowie Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet werden. „Diese Vielfalt, die wir in der Klasse haben, erleben wir auch in den Kindertageseinrichtungen. Und wenn unsere Auszubildenden den Kindern beibringen, sich gegenseitig zu respektieren, kann auch einer rassistischen Grundhaltung vorgebeugt werden“, so Abel.

    Hamida Amiry, 45 Jahre alt, kommt aus Afghanistan, hat Mathematik studiert, 20 Jahre als Lehrerin und Schulleiterin gearbeitet und macht jetzt an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule eine Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistentin: „Als Moslem lebe ich hier in einem christlichen Land, habe die Freiheit zur Moschee zu gehen und zu beten.“ Kennengelernt hat Hamida in ihrer Klasse auch Zhanna Usmanova, die die ersten Jahre ihres Lebens in Kirgisistan verbracht und bereits ein Jurastudium abgeschlossen hat. Schnell haben die beiden gemerkt, dass sie viel verbindet: „Lieder aus der Kindheit, Wörter aus dem Persischen, ähnliche Traditionen“, erklärt die 39-Jährige. Taisir Al-Ogaidi, Schülerin und Arabischlehrerin, geboren im Irak, sieht dies so: „Wir haben hier an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule die Möglichkeit, in den Dialog zu treten und uns über andere Religionen auszutauschen“. Eine Freiheit, die sie so nicht immer gehabt hat. Jetzt möchte Taisir Al-Ogaidi Vorbild sein: Für ihre eigenen Kinder und natürlich auch für die, die sie bald pädagogisch begleiten wird.

    (Text und Bild: Daniel Prüfer. Der Text erschien am 13.06.2021 in der KirchenZeitung.)

     

     

     

    In: Pressemitteilungen