Elisabeth-von-Rantzau-Schule
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  • 10. Juni 2013

    Hilfe bei den Hausaufgaben

    Caritas und Elisabeth-von-Rantzau-Schule erneuern nach fünf Jahren Kooperation / Angebote an sieben Standorten im Stadtgebiet

    Wie viel ist zehn minus zwei? Elisabeth Wildschütte macht mit Aylin (links) und Narin Hausaufgaben

    Wie viel ist zehn minus zwei? Elisabeth Wildschütte macht mit Aylin (links) und Narin Hausaufgaben

    Hildesheim (cha). Der Caritasverband wird weitere fünf Jahre Hausaufgabenhilfe für sozial benachteiligte Kinder anbieten. Das hat Projektleiter Jörg Piprek jetzt angekündigt. Möglich macht dies vor allem die Bereitschaft der Elisabeth-von-Rantzau-Schule, die Förderung in ihren Unterricht zu integrieren. 15- und 16-jährige Schüler der Sozialassistentenklasse begleiten die Kinder an bis zu fünf Tagen in der Woche. Derzeit besuchen rund 160 Mädchen und Jungen die Angebote an sieben Standorten im Stadtgebiet. Der Anteil der Teilnehmer mit ausländischen Wurzeln beträgt nahezu 100 Prozent.

    Gestern Nachmittag, Projektwohnung im Stadtfeld. Aylin, Narin und Nergiz machen Obstpause. Auf dem Tisch stehen zwei Teller, einer mit Apfelspalten, einer mit Möhrenschnitzen. Die Mädchen reichen sich die Teller im Kreis umher. Auch Elisabeth Wildschütte und Burkhard Hohls greifen zu. Hohls kümmert sich ehrenamtlich um die drei Achtjährigen, Wildschütte ist Elisabeth-von-Rantzau-Schülerin. Die Berufsbildende Schule für Sozialwesen hat ihren Unterricht für die Kooperation extra geändert. „Eine Stunde für die Betreuung gibt die Schule, eine zweite opfern die Schülerinnen von ihrer Freizeit“, sagt Einrichtungsleiter Professor Alois-Ernst Ehbrecht. Die Sozialassistentenklasse hat rund 60 Schülerinnen, alle machen mit. Zusammen mit weiteren Helfern wie Hohls steuern sie sieben Standorte der Hausaufgabenhilfe an. Das Projekt trägt den Namen „Etui“ und wird in der Projektwohnung im Stadtfeld, im Beratungs- und Begegnungszentrum Broadway im Fahrenheitgebiet, am DRK-Hort an der Grundschule Nord, im Freiwilligenzentrum Bonus in der Oststadt, im Hort am Guten Hirten, im Jugendzentrum Ochtersum und im Kinder- und Jugendzentrum Oststadt angeboten. Bis vor kurzem war noch ein weiterer Standort an der Münchewiese dabei. „Aber dort gibt es derzeit den Bedarf nicht mehr“, sagt Piprek. Falls er erneut erwachse, könne er sich vorstellen, das Angebot wieder zu aktivieren, sagt Piprek.

    Für die Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und 16 Jahren ist das Angebot kostenfrei. Das Geld für die Hausaufgabenhilfe – unter anderem müssen Miete und Nebenkosten für die Räume bezahlt werden – stammt unter anderem aus der Anschubfinanzierung der Bischöflichen Stiftung Gemeinsam für das Leben. Aber auch die Rantzau-Schule trägt an dieser Stelle zum Erfolg des Projekts bei: Bis zu 6000 Euro überweist die Schule an „Etui“ – Geld, das die Schülerinnen jedes Jahr beim Tag des sozialen Engagements einnehmen.

    Doch für die Schule in Trägerschaft des Diözesan-Caritasverbands ist das Projekt keine Einbahnstraße. Die angehenden Sozialassistenten haben während der Hausaufgabenhilfe in vielfältiger Hinsicht mit den jungen Menschen zu tun. „Wir bieten mehr als die klassische Nachhilfe, bei uns geht es nicht nur um die Noten“, sagt Ehbrecht. Dazu gehört auch die launige Obstpause dazwischen. Aylin, Narin und Nergiz schieben die Teller von einem zum nächsten, auch Hohls greift zu. „Die Kinder hier kommen alle freiwillig“, sagt Projektkoordinatorin Katharina Thielemann. „Und sie kommen alle gern.“

    (Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung, erschienen am 05.06.2013, Foto: Harborth)

    In: Pressemitteilungen