Elisabeth-von-Rantzau-Schule
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  • 26. September 2017

    Raus aus dem Klassenraum

    Erlebnispädagogik an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule in Hildesheim: Wer anderen besondere Erlebnisse verschaffen will, muss üben. Und vor allem sich selbst trauen.

    Eine Übung in Vertrauen – auch das ist Erlebnispädagogik.

    Mitten im Hildesheimer Wald. Lena spürt ihr eigenes Gewicht nicht mehr. Sie lässt sich fallen, wird von Laureen und Mattes gestützt, mit Claras und Vanessas Hilfe durch das an zwei Bäumen gespannte Netz hindurchgereicht und von Tobias und Hilal wohlbehütet in Empfang genommen. Freudestrahlen, Erleichterung und das Glück, es gemeinsam geschafft zu haben, ist in den Gesichtern der baldigen Fachabiturienten der Elisabeth-von-Rantzau-Schule abzulesen. Auch Christine Schmidt-Hansen ist von ihren Schülern begeistert. „Ohne Teamarbeit geht es nicht, denn nur so wird eine scheinbar unlösbare Aufgabe auf diese Weise lösbar“, erklärt die Lehrerin. Sich den Mitschülern anzuvertrauen, stellt für Lena zu Beginn eine kleine Herausforderung dar. Doch erlebt die Schülerin die Übung auch als großen Gewinn: „Andere Meinungen werden respektiert, wir hören einander zu und sprechen uns ab – so wird die Klassengemeinschaft gestärkt.“ Schon bald werden die Schüler der Fachoberschule studieren oder in ihrem Beruf in Teams arbeiten. Sie lernen mithilfe erlebnispädagogischer Methoden, wie wichtig es ist, gemeinsam zu planen und zu handeln. „Erlebnispädagogik ist an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule fest verankert“, erklärt Schulleiter Prof. Alois-Ernst Ehbrecht und ergänzt: „Für uns bedeutet Schule insbesondere, den Klassenraum zu verlassen, außerschulische Lernorte aufzusuchen und praxisorientiert zu lernen.“ Für die Elisabeth-von-Rantzau-Schule ist dieses besonders wichtig, weil hier nicht nur qualifizierte allgemeinbildende Schulabschlüsse wie die Fachhochschulreife und das Abitur erworben, sondern auch Sozialpädagogische Assistenten und Erzieher ausgebildet werden. Christine Schmidt-Hansen hält dabei Kinder für eine besonders geeignete Zielgruppe: „Sie haben immer Lust, sich aktiv einzubringen.“ Und so können auch schon die Jüngsten über eine aus Armen und Händen bestehende Brücke gehoben werden, einen Ameisenstaat gründen und ihren Körper mit allen Sinnen wahrnehmen. Wichtig in der Ausbildung ist es, dass die angehenden Sozialpädagogischen Assistenten und Erzieher die Übungen selbst erleben, sie anleiten können, kostengünstige Materialien verwenden und diese den Bedürfnissen der Kinder entsprechend anpassen. Dieses geht nur, wenn sie die Gelegenheit haben, die Durchführung selbst und mit der Gruppe zu reflektieren. Und so werden die Kleinen mithilfe der Absolventen schon früh lernen, anderen Menschen zu vertrauen, verschiedene Perspektiven einzunehmen und gemeinsam Probleme zu lösen.

    (Text: Daniel Prüfer. Dieser Text erschien am 24.09.2017 in der KirchenZeitung)

    In: Pressemitteilungen