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4. November 2018
Wir feiern uns so, wie wir sind
Ein Inklusionsprojekt der Elisabeth-von-Rantzau-Schule mit den Notenträumern der Hildesheimer Lebenshilfe
Der Weg zu einer inklusiven Gesellschaft ist lang. Das „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ wurde 2006 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen und von Deutschland 2007 unterzeichnet. Eine inklusive Schule ist in Niedersachsen seit dem Schuljahr 2013/2014 verbindlich eingeführt worden. Die Erzieher_innen, die in den letzten fast 60 Jahren an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule ausgebildet wurden, sind nicht nur in Kindertagesstätten tätig, sondern arbeiten und leben gemeinsam in Einrichtungen, in denen Menschen mit einer Beeinträchtigung betreut werden. Von einer inklusiven Gesellschaft träumen daher auch Lehrkräfte wie Marta Urbancyk und Cornelia Lehne gemeinsam mit Birgit Meyer. Als Mitarbeiterin der Hildesheimer Lebenshilfe gründete Meyer 2005 die Notenträumer. Ein Chor, der auf zahlreichen Veranstaltungen immer wieder sein Publikum begeistert. Seit mehr als einem
Jahrzehnt musizieren für mehrere Tage die Notenträumer gemeinsam mit den Schüler_innen der Fachschule Sozialpädagogik und präsentieren der Schulgemeinschaft der Elisabeth-von-Rantzau-Schule ihr zusammen erarbeitetes Stück. Meisterwerke der bildenden Kunst wurden in diesem Jahr musikalisch zum Leben erweckt, Tüchertänze und Piratenkämpfe überzeugten das Publikum. „Ich feier` uns so wie wir sind, wir sind keine Royals oder Kings. Doch dafür sind wir frei, wir sind niemals allein“, tönt es am Ende aus den Boxen. Ein Moment, in dem Inklusion nicht nur Gesetz oder Traum ist. Sie kann auch gelingen.
(Text und Fotos: Daniel Prüfer)
4. Oktober 2018
Die Schöpfung bewahren und den Menschen helfen
Erntedankgottesdienst der Elisabeth-von-Rantzau-Schule
Schüler_innen der Fachschule Sozialpädagogik Unterstufe tragen während des Schulgottesdienstes die zahlreichen Gaben zum Altar der Hildesheimer St. Joseph Kirche. Über mehrere Wochen sind die Schüler_innen dem Aufruf ihrer Elisabeth-von-Rantzau-Schule gefolgt und haben Lebensmittel gespendet. Erntedank ist das Thema des Wortgottesdienstes am letzten Schultag vor den Herbstferien und die Schüler_innen zeigen mit einem kleinen, beeindruckenden Theaterstück, wie verschwenderisch mit den Ressourcen unserer Welt umgegangen wird.
Nudeln, Säfte, Dosengemüse, Süßigkeiten und vieles mehr haben die Schüler_innen gespendet, um dieses den Menschen zu schenken, die es sich einfach nicht leisten können, in den Geschäften ihre Einkaufskörbe zu füllen. Seit Jahren ist es der Elisabeth-von-Rantzau-Schule ein wichtiges Anliegen, den „Sozialen Mittagstisch Guter Hirt“ tatkräftig mit Lebensmittelspenden zu unterstützen. Denn hier wird den Menschen in ihrer Not geholfen und neben einer täglichen warmen Mahlzeit werden zudem Lebensmittel ausgegeben, Kleider zur Verfügung gestellt und weitere soziale Dienste angeboten.
Der Schulgottesdienst ist zu Ende, die Schüler_innen strömen in die Ferien. Irmgard Abel, Religionslehrerin an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule, belädt mit vielen helfenden Händen ihr Auto und fährt die Spenden direkt zum „Guten Hirten“. Hilfe, die ankommt.
16. September 2018
Nacht der Bewerber
Jugendliche haben es hinsichtlich ihrer Schul- und Berufswahl nicht leicht. Sie können zahlreiche Wege gehen, Abzweigungen nehmen und der ein oder andere hat Angst vor einer möglichen Sackgasse. Erst seit einer viertel Stunde strömen die Jugendlichen in die Halle 39 und schon bewegen sie sich dicht gedrängt von Stand zu Stand. Auch in diesem Jahr veranstaltet die Volksbank Hildesheim die Ausbildungsmesse „Nacht der Bewerber“. 500 Ausbildungs- und Studienberufe werden hier von den Schulen, Universitäten und Betrieben vorgestellt. Wer sich für den Beruf des sozialpädagogischen Assistenten oder des Erziehers interessiert, das Fach- bzw. Abitur anstrebt, gelangt am Stand der Elisabeth-von-Rantzau-Schule zu seinem persönlichen Ziel. So wie Ilka Holz, Sarah Janietz oder Stefan Otzipka. Sie sind bereits in ihrem 2. Ausbildungsjahr und möchten jetzt für ihre Schule werben. Holz ist von dem Unterricht der Lehrkräfte begeistert, Janietz von dem sozialen Engagement der Schule: „Mit dem Hausaufgabenhilfeprojekt Etui werden Kinder und Jugendliche in ganz Hildesheim unterstützt und so Zugänge zur Bildung möglich gemacht.“ Otzipka überzeugt vor allem das soziale Miteinander: „Wer auf die Elisabeth-von-Rantzau -Schule geht, kommt in ein familiäres Umfeld. Wir erhalten hier viel Unterstützung und werden so in unserer Persönlichkeit gestärkt.“ Eine dieser Lehrkräfte ist Ellen Wozniak. Mit ihrem Kollegen Helmut Beyrau hat sie bereits am Donnerstag den Stand aufgebaut, die Zuckerwattemaschine angeschlossen sowie Prospekte und Werbematerialien ausgelegt. Wozniak zeigt sich von dem Engagement ihrer Schüler_innen beeindruckt. Auf einer Karte zum Mitnehmen steht das Wort „Miteinander“. Wozniak findet: „Dieses Miteinander wird an unserer Schule gelebt.“
(Text und Foto: Daniel Prüfer)
9. September 2018
„Haus der kleinen Forscher“ – das lokale Netzwerk der Hildesheimer Elisabeth-von-Rantzau-Schule
Die 5-jährige Lara staunt. Mit ihrem Magneten kann sie eine Büroklammer durch das Wasser ihres Glases an die Oberfläche befördern. Sie weiß jetzt: Die Kraft eines Magneten lässt sich durch das Glas nicht aufhalten. Andrea Dießel und Ulrike Ehbrecht, beide Erzieherinnen des St. Joseph Kindergartens, sind von der Hildesheimer Elisabeth-von-Rantzau-Schule für naturwissenschaftliche Phänomene begeistert worden. Denn die berufsbildende Schule des Caritasverbandes für die Diözese Hildesheim e.V. leitet seit 2011in Stadt und Landkreis Hildesheim das lokale Netzwerk für die Bildungsstiftung „Haus der kleinen Forscher“. Hier erlernen Erzieher_innen und Grundschullehrer_innen in eigens konzipierten Fortbildungen, wie Kinder das perfekte Boot bauen können, wieviel Luft in eine Seifenblase passt oder welche Rolle die Sonne in unserem Leben spielt. Und so erforschen die Kinder schon früh, wie ihre Welt funktioniert und das aus eigenem Interesse.
(Text und Foto: Daniel Prüfer)
28. August 2018
Bin ich studierfähig?
Schülerinnen der Elisabeth-von-Rantzau-Schule erwerben im Bildungshaus St. Jakobus wichtige Studienkompetenzen
Bald ist es soweit. In 10 Monaten werden die Schülerinnen der Berufsoberschule Klasse 13 der Elisabeth-von-Rantzau-Schule den Weg nach vorne antreten. Sie werden von Katrin Blaschy, ihrer Klassenlehrerin, das Abiturzeugnis erhalten, von Schulleiter Prof. Alois-Ernst Ehbrecht verabschiedet werden und mit ihrem Abschluss eigene Ziele verwirklichen können. Als Abiturientinnen haben sie dann vor allem eins: Eine Berechtigung zum Studium.
Hier im St. Jakobushaus in Goslar sitzen die Schülerinnen in einem Halbkreis, der Seminarraum ist hell und freundlich. Die Sommerferien sind zu Ende, seit einer Woche hat für die Schülerinnen ihr allerletztes Schuljahr begonnen. Vier Tage lange setzen sie sich mit einer für sie zentralen Frage auseinander: „Bin ich studierfähig?“ Unterstützt werden sie dabei von den beiden Referent_innen: Sarah Clemens und Heiko Perkuhn.
Sarah Clemens legt Postkarten mit unterschiedlichen Motiven aus. Marina überlegt kurz und nimmt die, die sie besonders ansprechend findet. Sie beschreibt einen Mann, der bereits eine Strecke gegangen ist und teilt ihren Mitschülerinnen mit: „Auch ich habe noch einen langen Weg vor mir.“ Ihr Ziel: Ein Studium der Sonderpädagogik.
Oberstudiendirektor Prof. Alois-Ernst Ehbrecht ist dieses Seminar eine Herzensangelegenheit. „Fast ein Drittel aller Studierenden bricht ihr Studium ab. Ich möchte, dass unsere Schülerinnen wissen, worauf sie sich einlassen und dass wir sie mit sehr guten Startvoraussetzungen entlassen. Fachunterricht alleine reicht nicht immer aus. Für das für unsere Schule gemeinsam mit dem St. Jakobushaus entwickelte Angebot bin ich sehr dankbar.“ weiterlesen…
In: Studierfähigkeit
9. August 2018
Willkommen an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule 2018
Liebe Schülerinnen und Schüler,
wir wünschen Ihnen einen guten Start in Ihr neues Schuljahr an unserer Elisabeth-von-Rantzau-Schule. Wir möchten mit und von Ihnen lernen, außerschulische Lernorte besuchen, auf Reisen gehen und gemeinsame Feste feiern. Bei der Verwirklichung ihrer Ziele werden wir Sie unterstützen. In unserem Leitbild heißt es: „Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Kultur des Miteinanders eine gelingende Schule erst möglich macht.“
Neben dem Patronatstag, dem Europatag und der Sternwanderung sind es auch in dem kommenden Schuljahr die Gottesdienste, an denen die gesamte Schulgemeinschaft zusammenkommt. Mehr als 400 Schüler füllten mit ihren Eltern und Lehrkräften in diesem Jahr die Kirche St. Joseph und das bei sommerlichen Höchsttemperaturen. Wir sind uns sicher, dass der Segen von Domkapitular Voges uns durch das ganze Jahr trägt.
Für dieses wünschen wir Ihnen alles Gute!
Ihre Elisabeth-von-Rantzau-Schule
14. Juni 2018
Für eine bessere Zukunft
Kunstwerke der Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule werden im Hildesheimer Rathaus präsentiert
Gute Erzieherinnen und Erzieher machen vor allem eins: Sie gestalten aktiv die Zukunft unserer Gesellschaft. Sie vermitteln Kindern und Jugendlichen grundlegende Werte, sorgen für eine gesunde Ernährung und machen deutlich, dass nicht alles gleich im Müll landen muss. Auch der Stadt Hildesheim ist Nachhaltigkeit und fairer Handel ein wichtiges Anliegen. Da sie bestimmte Kriterien erfüllt, wie beispielsweise Aktionen zum fairen Handel an Schulen, darf sie sich seit 2017 Fairtrade-Town nennen. Insbesondere die Elisabeth-von-Rantzau-Schule trägt in den unterschiedlichsten Fächern und Projekten dazu bei. Martin Bautz, Lehrer für das Fach Kunst und Werken, ist Nachhaltigkeit und fairer Handel in der sozialpädagogischen Praxis ein besonderes Anliegen: „Unsere Schülerinnen und Schüler sollen lernen, nachhaltig mit den Ressourcen unserer Welt umzugehen. Spielzeug muss beispielsweise nicht immer gekauft, sondern kann aus dem, was bereits vorhanden ist, hergestellt werden. Kinder lernen so, kreativ zu sein.“ Und so konnte Martin Bautz die Abschlussklassen der Fachschule Sozialpädagogik gleich für den Wettbewerb „TransFAIRmation – aus alt macht neu“ der Stadt Hildesheim begeistern. Die Aufgabe: Alte Kaffeesäcke, die vom Weltladen El Puente zur Verfügung gestellt wurden, sollten eine neue Bestimmung finden. Und so wurde im Kunstunterricht aus dem alten Jutematerial beispielsweise eine Baristaschürze, eine Übersichtskarte der Kaffeeexportländer, ein Orgaboard und ein Stuhl hergestellt. Wer sich von der Kreativität unserer Schülerinnen und Schüler überzeugen möchte, kann die oben genannten Exponate bis zum 22. Juni in der Gemeinschaftsausstellung, an der noch vier weitere Schulen teilnehmen, im Hildesheimer Rathaus besichtigen. Und vielleicht erhält der ein oder andere eine Idee, wie man aus Altem etwas Neues herstellen kann.
(Text:Daniel Prüfer, Foto: OKa)
6. Juni 2018
Löwen und Luftballonraketen
Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule gestalten das Kinderprogramm des Magdalenenfestes
Ein Gartenfest lebt vom guten Wetter. Die Besucher des Magdalenengartens waren am vergangenen Wochenende vor allem eins: besonders mutig. Trotz schlechter Prognosen steuerten sie auch in diesem Jahr ihr ganz besonderes Fest an und wurden mit der Blütenpracht der Saison, kulinarischen Köstlichkeiten, Verkaufsständen und einem kulturellen Programm belohnt.
Denn das Wetter hielt mehr als es versprach. Und auch in diesem Jahr zeigte sich: Das Magdalenenfest ist ein
Mehrgenerationenfest. Junge Besucher suchten gezielt den Pavillon unserer Elisabeth-von-Rantzau-Schule auf. Denn hier wurden sie von unseren Schülerinnen und Schülern des 2. Jahrgangs der Ausbildung zum Sozialpädagogischen Assistenten mit ganz viel Kreativität, Glitzer und Kinderschminke in Schmetterlinge, Löwen und Katzen verwandelt. Und sie konnten auf eine kleine Entdeckungsreise gehen und hohe Türme erbauen, Luftballonraketen steigen sowie Kugeln und Eisenbahnen rollen lassen. Denn als lokales Netzwerk für die Bildungsstiftung „Haus der kleinen Forscher“ ist es der Elisabeth-von-Rantzau-Schule ein besonderes Anliegen, das Interesse der Heranwachsenden an Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu fördern. Am Ende sah man vor allem glückliche Kinder, die stolz ihren Forscherpass in den Händen hielten und die nach dem Besuch des Standes unserer Schule den naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten der Welt ein Stück nähergekommen sind.
(Text und Fotos: Daniel Prüfer)
1. Juni 2018
Gemeinschaft erleben – jedes Jahr am Fronleichnamstag
Die Elisabeth-von-Rantzau-Schule feiert ihr Fest
In ganz Hildesheim machen sich die Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule gemeinsam mit ihren Lehrkräften auf den Weg. Quer durch die Stadt, über Wiesen und Felder bis zu ihrem Ziel, dem Gut Steuerwald. Bereits zum achten Mal findet am Fronleichnamstag hier, direkt neben der im 14. Jahrhundert erbauten Magdalenenkapelle, das jährliche Begegnungsfest der Schule, an der der Erzieherberuf erlernt und das Fach- bzw. Abitur erworben werden kann, statt.
Inken hat mit ihren Mitschülern das Gelände schon längst erreicht. Gemeinsam richten sie einen kleinen Jahrmarkt ein. Inken schließt die Zuckerwattemaschine an; Marvin sorgt für die richtige Hintergrundmusik und freut sich darauf, dass es gleich richtig los geht. Fronleichnam ist für viele Schüler in Niedersachsen vor allem eins: ein ganz gewöhnlicher Schultag. Nur in sechs der sechszehn Bundesländer haben die Kinder und Jugendlichen frei auf Grund eines staatlichen Feiertages. Auch für die Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule in Trägerschaft des Caritasverbandes für die Diözese Hildesheim e.V. findet seit 2011 am Fronleichnamstag kein gewöhnlicher Unterricht statt. Für Inken, angehende Erzieherin, ist dieser Tag ein ganz besonderer: „Ich freue mich, dass alle Schüler hier an diesem wunderschönen Ort ihr Fest erleben dürfen und jeder dazu seinen Beitrag leistet.“ Irmgard Abel, Religionslehrerin an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule, eröffnet auch in diesem Jahr das Fest mit einer Statio: „Fronleichnam bedeutet, dass die Gegenwart Christi in der Eucharistiefeier erfahrbar wird. Die Kirche feiert diesen Glauben, indem sie den Leib Christi in der Prozession der Glaubenden sichtbar macht. Wir an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule zeigen heute, dass wir eine Gemeinschaft sind. Hier begegnen sich Katholiken, Protestanten und Schüler aller Glaubensrichtungen.“ Wie diese Begegnung aussieht, zeigen die Schülerinnen und Schüler mit dem von ihnen gestalteten Programm. Und so werden Klassen zu Chören und Tanzgruppen, Schüler und Schülerinnen singen gegen Lehrerinnen und Lehrer an und ein Flashmob überrascht die Zuschauer. Am Ende heißt es nur zurücklehnen, genießen und tanzen: Die Wild Herbs, eine Hildesheimer Band, begeistert die mehr als 500 Schülerinnen und Schüler mit ihren souligen Grooves. Oberstudiendirektor Prof. Alois Ernst-Ehbrecht, Leiter der Elisabeth-von-Rantzau-Schule, freut sich über all das, was Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte auch in diesem Jahr auf die Beine gestellt haben: „Ich bin begeistert zu sehen, dass unseren jungen Erwachsenen nicht nur das Erreichen schulischer Ziele wichtig ist, sondern dass sie von Herzen miteinander und mit ihren Lehrkräften Schulgemeinschaft erleben wollen. Um das zum Ausdruck zu bringen, ist dieser katholische Feiertag genau der richtige Zeitpunkt.“
(Fotos: Michelle Wachholz, Text: Daniel Prüfer)
Weitere Fotos finden Sie hier: weiterlesen…
In: Pressespiegel
25. März 2018
Von bunten Tüchern und salzigen Kernen
Religionslehrerin Irmgard Abel vermittelt den Sinn der Fastenzeit an junge Berufsschüler. Angehende Erzieher sollen in ihrem Unterricht lernen, wie Christen fasten und wie Kinder diese besondere Zeit im Jahreskreis begreifen können. Ein Besuch an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule in Hildesheim.
Von Karina Scholz
Mit bunten Tüchern, einem Korb voller Holzperlen und großformatigen Papierstapeln im Arm bahnt sich Irmgard Abel den Weg zu ihrer Klasse. Die Religionslehrerin an der berufsbildenden Elisabeth-von-Rantzau-Schule in Hildesheim nimmt heute die Fastenzeit im Unterricht durch. Ihre Schüler gehen in die erste Klasse der sozialpädagogischen Assistenten, sind also im ersten Jahr ihrer Ausbildung. Nach vier Schuljahren und Praxiserfahrung können sie als Erzieher arbeiten. Heute sollen sie lernen, wie sie Kindern die Bedeutung der Fastenzeit erklären können.
Zur Vorbereitung hat Irmgard Abel in der letzten Stunde Fragebögen verteilt, die Ergebnisse stellt sie jetzt vor: nur sechs Schüler haben auf
die Frage „Würden Sie in der Fastenzeit auf etwas verzichten?“ mit „Ja“ geantwortet. 14 der jungen Erwachsenen können mit der Fastenzeit nichts anfangen und sehen „keinen Grund“, auf etwas zu verzichten. Das hat Irmgard Abel nicht anders erwartet. Ihre größtenteils 16 bis 20 Jahre alten Schüler stellen einen Querschnitt der Gesellschaft dar, sind „kirchenfern“, wie Abel es nennt. Ihr Anspruch für den Religionsunterricht lautet: „Ich will eigenständige Köpfe, keine strengen Katholiken.“
In ihrem Unterricht sollen die Schüler Werte kennenlernen. Jeder wird mit seinen Überzeugungen respektiert. Bewertet wird nicht der Glaube, sondern wie er oder sie sich auf den Standpunkt der katholischen Lehre einlässt. „Mein Unterricht soll Raum für Fragen bieten“, sagt Abel. So verweist sie in ihren Erklärungen auch auf die Fastenzeiten anderer Religionen, zum Beispiel im Islam oder im Buddhismus. Die Hauptrolle spielt jedoch die christliche Fastenzeit. weiterlesen…
In: Pressespiegel














