Elisabeth-von-Rantzau-Schule
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      September 24 - September 27
    2. Faire Pause (SopA 1b)

      September 25
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    16. September 2018

    Nacht der Bewerber

     

    Schülerinnen und Lehrkräfte der Elisabeth-von-Rantzau-Schule

    Jugendliche haben es hinsichtlich ihrer Schul- und Berufswahl nicht leicht. Sie können zahlreiche Wege gehen, Abzweigungen nehmen und der ein oder andere hat Angst vor einer möglichen Sackgasse. Erst seit einer viertel Stunde strömen die Jugendlichen in die Halle 39 und schon bewegen sie sich dicht gedrängt von Stand zu Stand. Auch in diesem Jahr veranstaltet die Volksbank Hildesheim die Ausbildungsmesse „Nacht der Bewerber“. 500 Ausbildungs- und Studienberufe werden hier von den Schulen, Universitäten und Betrieben vorgestellt. Wer sich für den Beruf des sozialpädagogischen Assistenten oder des Erziehers interessiert, das Fach- bzw. Abitur anstrebt, gelangt am Stand der Elisabeth-von-Rantzau-Schule zu seinem persönlichen Ziel. So wie Ilka Holz, Sarah Janietz oder Stefan Otzipka. Sie sind bereits in ihrem 2. Ausbildungsjahr und möchten jetzt für ihre Schule werben. Holz ist von dem Unterricht der Lehrkräfte begeistert, Janietz von dem sozialen Engagement der Schule: „Mit dem Hausaufgabenhilfeprojekt Etui werden Kinder und Jugendliche in ganz Hildesheim unterstützt und so Zugänge zur Bildung möglich gemacht.“ Otzipka überzeugt vor allem das soziale Miteinander: „Wer auf die Elisabeth-von-Rantzau -Schule geht, kommt in ein familiäres Umfeld. Wir erhalten hier viel Unterstützung und werden so in unserer Persönlichkeit gestärkt.“ Eine dieser Lehrkräfte ist Ellen Wozniak. Mit ihrem Kollegen Helmut Beyrau hat sie bereits am Donnerstag den Stand aufgebaut, die Zuckerwattemaschine angeschlossen sowie Prospekte und Werbematerialien ausgelegt. Wozniak zeigt sich von dem Engagement ihrer Schüler_innen beeindruckt. Auf einer Karte zum Mitnehmen steht das Wort „Miteinander“. Wozniak findet: „Dieses Miteinander wird an unserer Schule gelebt.“

    (Text und Foto: Daniel Prüfer)

    In: Pressemitteilungen

    9. September 2018

    „Haus der kleinen Forscher“ – das lokale Netzwerk der Hildesheimer Elisabeth-von-Rantzau-Schule

    Lara und Ruslan erleben die Kraft des Magneten

    Die 5-jährige Lara staunt. Mit ihrem Magneten kann sie eine Büroklammer durch das Wasser ihres Glases an die Oberfläche befördern. Sie weiß jetzt: Die Kraft eines Magneten lässt sich durch das Glas nicht aufhalten. Andrea Dießel und Ulrike Ehbrecht, beide Erzieherinnen des St. Joseph Kindergartens, sind von der Hildesheimer Elisabeth-von-Rantzau-Schule für naturwissenschaftliche Phänomene begeistert worden. Denn die berufsbildende Schule des Caritasverbandes für die Diözese Hildesheim e.V. leitet seit 2011in Stadt und Landkreis Hildesheim das lokale Netzwerk für die Bildungsstiftung „Haus der kleinen Forscher“. Hier erlernen Erzieher_innen und Grundschullehrer_innen in eigens konzipierten Fortbildungen, wie Kinder das perfekte Boot bauen können, wieviel Luft in eine Seifenblase passt oder welche Rolle die Sonne in unserem Leben spielt. Und so erforschen die Kinder schon früh, wie ihre Welt funktioniert und das aus eigenem Interesse.

    (Text und Foto: Daniel Prüfer)

    In: Pressemitteilungen

    28. August 2018

    Bin ich studierfähig?

    Schülerinnen der Elisabeth-von-Rantzau-Schule erwerben im Bildungshaus St. Jakobus wichtige Studienkompetenzen

    Wege ins Studium

    Bald ist es soweit. In 10 Monaten werden die Schülerinnen der Berufsoberschule Klasse 13 der Elisabeth-von-Rantzau-Schule den Weg nach vorne antreten. Sie werden von Katrin Blaschy, ihrer Klassenlehrerin, das Abiturzeugnis erhalten, von Schulleiter Prof. Alois-Ernst Ehbrecht verabschiedet werden und mit ihrem Abschluss eigene Ziele verwirklichen können. Als Abiturientinnen haben sie dann vor allem eins: Eine Berechtigung zum Studium.

    Hier im St. Jakobushaus in Goslar sitzen die Schülerinnen in einem Halbkreis, der Seminarraum ist hell und freundlich. Die Sommerferien sind zu Ende, seit einer Woche hat für die Schülerinnen ihr allerletztes Schuljahr begonnen. Vier Tage lange setzen sie sich mit einer für sie zentralen Frage auseinander: „Bin ich studierfähig?“ Unterstützt werden sie dabei von den beiden Referent_innen: Sarah Clemens und Heiko Perkuhn.

    Sarah Clemens legt Postkarten mit unterschiedlichen Motiven aus. Marina überlegt kurz und nimmt die, die sie besonders ansprechend findet. Sie beschreibt einen Mann, der bereits eine Strecke gegangen ist und teilt ihren Mitschülerinnen mit: „Auch ich habe noch einen langen Weg vor mir.“ Ihr Ziel: Ein Studium der Sonderpädagogik.

    Oberstudiendirektor Prof. Alois-Ernst Ehbrecht ist dieses Seminar eine Herzensangelegenheit. „Fast ein Drittel aller Studierenden bricht ihr Studium ab. Ich möchte, dass unsere Schülerinnen wissen, worauf sie sich einlassen und dass wir sie mit sehr guten Startvoraussetzungen entlassen. Fachunterricht alleine reicht nicht immer aus. Für das für unsere Schule gemeinsam mit dem St. Jakobushaus entwickelte Angebot bin ich sehr dankbar.“ weiterlesen…

    In: Studierfähigkeit

    9. August 2018

    Schulgemeinschaft 2018/2019

    Liebe Schülerinnen und Schüler,

    wir wünschen Ihnen einen guten Start in Ihr neues Schuljahr an unserer Elisabeth-von-Rantzau-Schule. Wir möchten mit und von Ihnen lernen, außerschulische Lernorte besuchen, auf Reisen gehen und gemeinsame Feste feiern. Bei der Verwirklichung ihrer Ziele werden wir Sie unterstützen. In unserem Leitbild heißt es: „Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Kultur des Miteinanders eine gelingende Schule erst möglich macht.“

    Neben dem Patronatstag, dem Europatag und der Sternwanderung sind es auch in dem kommenden Schuljahr die Gottesdienste, an denen die gesamte Schulgemeinschaft zusammenkommt. Mehr als 400 Schüler füllten mit ihren Eltern und Lehrkräften in diesem Jahr die Kirche St. Joseph und das bei sommerlichen Höchsttemperaturen. Wir sind uns sicher, dass der Segen von Domkapitular Voges uns durch das ganze Jahr trägt.

    Für dieses wünschen wir Ihnen alles Gute!

     

    Ihre Elisabeth-von-Rantzau-Schule

    In: Pressemitteilungen

    14. Juni 2018

    Für eine bessere Zukunft

    Kunstwerke der Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule werden im Hildesheimer Rathaus präsentiert

    Schülerinnen und Schüler der Fachschule  im Hildesheiemer Rathaus

    Gute Erzieherinnen und Erzieher machen vor allem eins: Sie gestalten aktiv die Zukunft unserer Gesellschaft. Sie vermitteln Kindern und Jugendlichen grundlegende Werte, sorgen für eine gesunde Ernährung und machen deutlich, dass nicht alles gleich im Müll landen muss. Auch der Stadt Hildesheim ist Nachhaltigkeit und fairer Handel ein wichtiges Anliegen. Da sie bestimmte Kriterien erfüllt, wie beispielsweise Aktionen zum fairen Handel an Schulen, darf sie sich seit 2017 Fairtrade-Town nennen. Insbesondere die Elisabeth-von-Rantzau-Schule trägt in den unterschiedlichsten Fächern und Projekten dazu bei. Martin Bautz, Lehrer für das Fach Kunst und Werken, ist Nachhaltigkeit und fairer Handel in der sozialpädagogischen Praxis ein besonderes Anliegen: „Unsere Schülerinnen und Schüler sollen lernen, nachhaltig mit den Ressourcen unserer Welt umzugehen. Spielzeug muss beispielsweise nicht immer gekauft, sondern kann aus dem, was bereits vorhanden ist, hergestellt werden. Kinder lernen so, kreativ zu sein.“ Und so konnte Martin Bautz die Abschlussklassen der Fachschule Sozialpädagogik gleich für den Wettbewerb „TransFAIRmation – aus alt macht neu“ der Stadt Hildesheim begeistern. Die Aufgabe: Alte Kaffeesäcke, die vom Weltladen El Puente zur Verfügung gestellt wurden, sollten eine neue Bestimmung finden. Und so wurde im Kunstunterricht aus dem alten Jutematerial beispielsweise eine Baristaschürze, eine Übersichtskarte der Kaffeeexportländer, ein Orgaboard und ein Stuhl hergestellt. Wer sich von der Kreativität unserer Schülerinnen und Schüler überzeugen möchte, kann die oben genannten Exponate bis zum 22. Juni in der Gemeinschaftsausstellung, an der noch vier weitere Schulen teilnehmen, im Hildesheimer Rathaus besichtigen. Und vielleicht erhält der ein oder andere eine Idee, wie man aus Altem etwas Neues herstellen kann.

    (Text:Daniel Prüfer, Foto: OKa)

    In: Pressemitteilungen

    6. Juni 2018

    Löwen und Luftballonraketen

    Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule gestalten das Kinderprogramm des Magdalenenfestes

    Kinderschminken am Stand der Elisabeth-von-Rantzau-Schule

    Ein Gartenfest lebt vom guten Wetter. Die Besucher des Magdalenengartens waren am vergangenen Wochenende vor allem eins: besonders mutig. Trotz schlechter Prognosen steuerten sie auch in diesem Jahr ihr ganz besonderes Fest an und wurden mit der Blütenpracht der Saison, kulinarischen Köstlichkeiten, Verkaufsständen und einem kulturellen Programm belohnt.

    Denn das Wetter hielt mehr als es versprach. Und auch in diesem Jahr zeigte sich: Das Magdalenenfest ist ein

    Wer ist schneller? Kugel oder Eisenbahn?

    Mehrgenerationenfest. Junge Besucher suchten gezielt den Pavillon unserer Elisabeth-von-Rantzau-Schule auf. Denn hier wurden sie von unseren Schülerinnen und Schülern des 2. Jahrgangs der Ausbildung zum Sozialpädagogischen Assistenten mit ganz viel Kreativität, Glitzer und Kinderschminke in Schmetterlinge, Löwen und Katzen verwandelt. Und sie konnten auf eine kleine Entdeckungsreise gehen und hohe Türme erbauen, Luftballonraketen steigen sowie Kugeln und Eisenbahnen rollen lassen. Denn als lokales Netzwerk für die Bildungsstiftung „Haus der kleinen Forscher“ ist es der Elisabeth-von-Rantzau-Schule ein besonderes Anliegen, das Interesse der Heranwachsenden an Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu fördern. Am Ende sah man vor allem glückliche Kinder, die stolz ihren Forscherpass in den Händen hielten und die nach dem Besuch des Standes unserer Schule den naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten der Welt ein Stück nähergekommen sind.

    (Text und Fotos: Daniel Prüfer)

     

     

     

    In: Pressemitteilungen

    1. Juni 2018

    Gemeinschaft erleben – jedes Jahr am Fronleichnamstag

    Die Elisabeth-von-Rantzau-Schule feiert ihr Fest

    500 Schüler – ein Fest

     

    In ganz Hildesheim machen sich die Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule gemeinsam mit ihren Lehrkräften auf den Weg. Quer durch die Stadt, über Wiesen und Felder bis zu ihrem Ziel, dem Gut Steuerwald. Bereits zum achten Mal findet am Fronleichnamstag hier, direkt neben der im 14. Jahrhundert erbauten Magdalenenkapelle, das jährliche Begegnungsfest der Schule, an der der Erzieherberuf erlernt und das Fach- bzw. Abitur erworben werden kann, statt.

    Inken hat mit ihren Mitschülern das Gelände schon längst erreicht. Gemeinsam richten sie einen kleinen Jahrmarkt ein. Inken schließt die Zuckerwattemaschine an; Marvin sorgt für die richtige Hintergrundmusik und freut sich darauf, dass es gleich richtig los geht. Fronleichnam ist für viele Schüler in Niedersachsen vor allem eins: ein ganz gewöhnlicher Schultag. Nur in sechs der sechszehn Bundesländer haben die Kinder und Jugendlichen frei auf Grund eines staatlichen Feiertages. Auch für die Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule in Trägerschaft des Caritasverbandes für die Diözese Hildesheim e.V. findet seit 2011 am Fronleichnamstag kein gewöhnlicher Unterricht statt. Für Inken, angehende Erzieherin, ist dieser Tag ein ganz besonderer: „Ich freue mich, dass alle Schüler hier an diesem wunderschönen Ort ihr Fest erleben dürfen und jeder dazu seinen Beitrag leistet.“ Irmgard Abel, Religionslehrerin an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule, eröffnet auch in diesem Jahr das Fest mit einer Statio: „Fronleichnam bedeutet, dass die Gegenwart Christi in der Eucharistiefeier erfahrbar wird. Die Kirche feiert diesen Glauben, indem sie den Leib Christi in der Prozession der Glaubenden sichtbar macht. Wir an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule zeigen heute, dass wir eine Gemeinschaft sind. Hier begegnen sich Katholiken, Protestanten und Schüler aller Glaubensrichtungen.“ Wie diese Begegnung aussieht, zeigen die Schülerinnen und Schüler mit dem von ihnen gestalteten Programm. Und so werden Klassen zu Chören und Tanzgruppen, Schüler und Schülerinnen singen gegen Lehrerinnen und Lehrer an und ein Flashmob überrascht die Zuschauer. Am Ende heißt es nur zurücklehnen, genießen und tanzen: Die Wild Herbs, eine Hildesheimer Band, begeistert die mehr als 500 Schülerinnen und Schüler mit ihren souligen Grooves. Oberstudiendirektor Prof. Alois Ernst-Ehbrecht, Leiter der Elisabeth-von-Rantzau-Schule, freut sich über all das, was Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte auch in diesem Jahr auf die Beine gestellt haben: „Ich bin begeistert zu sehen, dass unseren jungen Erwachsenen nicht nur das Erreichen schulischer Ziele wichtig ist, sondern dass sie von Herzen miteinander und mit ihren Lehrkräften Schulgemeinschaft erleben wollen. Um das zum Ausdruck zu bringen, ist dieser katholische Feiertag genau der richtige Zeitpunkt.“

    (Fotos: Michelle Wachholz, Text: Daniel Prüfer)

    Weitere Fotos finden Sie hier: weiterlesen…

    In: Pressespiegel

    25. März 2018

    Von bunten Tüchern und salzigen Kernen

    Tischtheater

    Religionslehrerin Irmgard Abel vermittelt den Sinn der Fastenzeit an junge Berufsschüler. Angehende Erzieher sollen in ihrem Unterricht lernen, wie Christen fasten und wie Kinder diese besondere Zeit im Jahreskreis begreifen können. Ein Besuch an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule in Hildesheim.

    Von Karina Scholz

    Mit bunten Tüchern, einem Korb voller Holzperlen und großformatigen Papierstapeln im Arm bahnt sich Irmgard Abel den Weg zu ihrer Klasse. Die Religionslehrerin an der berufsbildenden Elisabeth-von-Rantzau-Schule in Hildesheim nimmt heute die Fastenzeit im Unterricht durch. Ihre Schüler gehen in die erste Klasse der sozialpädagogischen Assistenten, sind also im ersten Jahr ihrer Ausbildung. Nach vier Schuljahren und Praxiserfahrung können sie als Erzieher arbeiten. Heute sollen sie lernen, wie sie Kindern die Bedeutung der Fastenzeit erklären können.

    Zur Vorbereitung hat Irmgard Abel in der letzten Stunde Fragebögen verteilt, die Ergebnisse stellt sie jetzt vor: nur sechs Schüler haben auf

    In Lerngruppen der Fastenzeit auf der Spur

    die Frage „Würden Sie in der Fastenzeit auf etwas verzichten?“ mit „Ja“ geantwortet. 14 der jungen Erwachsenen können mit der Fastenzeit nichts anfangen und sehen „keinen Grund“, auf etwas zu verzichten.  Das hat Irmgard Abel nicht anders erwartet. Ihre größtenteils 16 bis 20 Jahre alten Schüler stellen einen Querschnitt der Gesellschaft dar, sind „kirchenfern“, wie Abel es nennt. Ihr Anspruch für den Religionsunterricht lautet: „Ich will eigenständige Köpfe, keine strengen Katholiken.“

    In ihrem Unterricht sollen die Schüler Werte kennenlernen. Jeder wird mit seinen Überzeugungen respektiert. Bewertet wird nicht der Glaube, sondern wie er oder sie sich auf den Standpunkt der katholischen Lehre einlässt. „Mein Unterricht soll Raum für Fragen bieten“, sagt Abel. So verweist sie in ihren Erklärungen auch auf die Fastenzeiten anderer Religionen, zum Beispiel im Islam oder im Buddhismus. Die Hauptrolle spielt jedoch die christliche Fastenzeit. weiterlesen…

    In: Pressespiegel

    15. März 2018

    Ein Haus der Menschlichkeit

    Michelle Reisch, Erasmus plus-Auszubildende, berichtet über ein ganz besonderes Erlebnis

    Ein ganz besonderer Blick auf Warschau

     

    Das gute am Erzieherberuf: Europaweit gibt es Kindergärten, Krippen und Schulen. Und so werden auch zahlreiche, in Deutschland ausgebildete Fachkräfte einen Job auf dem europäischen Arbeitsmarkt finden. Denn vielen Eltern im europäischen Ausland ist es wichtig, dass ihre Kinder neben der jeweiligen Landessprache von Beginn an die deutsche Sprache erwerben. Und so gibt es auch in Warschau, Athen, Rom und Barcelona Einrichtungen, die eine bilinguale Erziehung möglich machen. In diesen europäischen Großstädten werden in den kommenden Wochen 12 angehende Erzieherinnen und Erzieher der Elisabeth-von-Rantzau-Schule ihre praktische Ausbildung fortsetzen und auch ihre muttersprachlichen Kompetenzen zur Verfügung stellen. Die Schülerinnen und Schüler haben die Zielorte bereits erreicht, sich in den Praxiseinrichtungen eingelebt, die eine oder andere Sehenswürdigkeit gesehen und auch landestypische Gerichte schon selber zubereitet.

    Michelle Reisch hat sich für die polnische Hauptstadt Warschau entschieden und berichtet über ein Erlebnis, das sie tief berührt:

    Am Sonntag haben wir uns fest vorgenommen, das „Zabinski-Haus“ im Warschauer Zoo zu besuchen. Nachdem ich in Deutschland den Film ,,Die Frau des Zoodirektors“ gesehen hatte, wollte ich unbedingt einmal dort hin. Eine Frau führte uns durch diese historischen Räume. An dem Ort zu sein, an dem die Familie Zabinski es während der deutschen Besatzungszeit (1939-1945) geschafft hatte, zahlreiche Menschenleben zu retten, beeindruckte mich zutiefst. Das Haus und die Kellerräume waren so klein, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, wie angsterfüllt die Menschen sein mussten, dass sie sich hier versteckte hielten. Sehr bewegend war die Besichtigung des Tunnels, durch den die Menschen jüdischen Glaubens sich durchzwängen mussten. Besonders berührt hat mich die Geschichte einer Familie, die ohne große Hoffnung Hilfe bei den Zabinskis suchte. Der Sohn dieser Familie erblickte Frau Zabinski an der Türschwelle und wusste gleich, dass er und seine Familie überleben werden. Der heute 77-jährige Sohn, der in Tel Aviv lebt, besucht diesen Ort regelmäßig, um seine Erlebnisse an die Menschen weiterzugeben. Frau Zabinski ist für ihn ein „Engel“ und er ist ihr sehr dankbar dafür, dass sie ihn und seine Familie damals aufnahm. Der Warschauer Zoo ist nicht nur ein gewöhnlicher Zoo, er ist ein Zoo mit einer Geschichte über menschliches Leid und Hoffnung.

    (Text und Bild: Michelle Reisch)

     

    In: Auslandspraktikum

    25. Februar 2018

    Für den Frieden

    Der Volksbund Hildesheim-Stadt bedankt sich in einer Veranstaltung im Rathaus für das Engagement der Elisabeth-von-Rantzau-Schule

    Ottmar Stehler und Dr. Ingo Meyer bedanken sich für das Engagement

    Seit mehr als 70 Jahren herrscht in weiten Teilen Europas Frieden. Die zerstörerischen Folgen von Diktatur und Krieg sind für viele der jugendlichen Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule nur noch in Geschichtsbüchern nachlesbar. Die Eltern und Großeltern dieser Generation sind nicht in der Zeit des Nationalsozialismus aufgewachsen, eine Begegnung mit Zeitzeugen wird irgendwann nicht mehr möglich sein.

    „Erinnerungskultur verändert sich. Wir haben die Aufgabe, den Schülern auch weiterhin zu vermitteln, wie wichtig Frieden ist. Er ist keine Selbstverständlichkeit“, erklärt Schulleiter Prof. Alois- Ernst Ehbrecht. Und so ist es der Elisabeth-von-Rantzau-Schule ein besonderes Anliegen, mithilfe von Exkursionen, Projekten und Begegnungen Geschichte und Politik erfahrbar zu machen. Seit Jahren wird daher auch die Arbeit des Vereins „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ unterstützt, der seit 1953 Jugendbegegnungen und Workcamps unter dem Motto „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“ in ganz Europa organisiert. Es gehört zur Schultradition der Elisabeth-von-Rantzau-Schule, dass Schülerinnen und Schüler zum Volkstrauertag einen Kranz am Hochkreuz des Hildesheimer Nordfriedhofs niederlegen und an die Toten der Weltkriege erinnern. „Die Schülerinnen und Schüler erfahren vor Ort, dass viele, vor allem auch junge Menschen, im Krieg starben. Sie erkennen auf diese Weise den Wert von Frieden in unserer Gesellschaft und empfinden Krieg in anderen Ländern als einen großen Missstand“, verdeutlicht Lehrkraft Roswitha Dinter, die die Schülerinnen und Schüler in ihrem Engagement unterstützt. Ein Einsatz für den Frieden, für den sich auch Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer und Ottmar Strehler, Geschäftsführer des Volksbundes des Bezirks Hannover, bei Dinter und ihren Schülerinnen und Schülern in einer Veranstaltung des Volksbundes Hildesheim Stadt im Hildesheimer Rathaus bedankte. Erst vor wenigen Monaten gestaltete im Rathaus der Lehrer- und Schülerchor der Elisabeth-von-Rantzau-Schule die Gedenkfeier zum Volkstrauertag.

    (Text: Daniel Prüfer, Foto: Stadt Hildesheim)

    In: Pressemitteilungen, start

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