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15. November 2008
Geschichtsstunde auf dem Friedhof
Mehr als 480 Schüler schmücken Gräber der Opfer
Hildesheim (vb). Björn Gryschka redete sich am gestrigen Freitag wohl heiser. Im Viertelstunden-Takt empfängt der Kreisgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Vormittag nacheinander insgesamt kanpp 500 Hildesheimer Schüler, die zum Volkstrauertag Gräber auf dem Nordfriedhof schmücken und der Opfer gedenken.
Jede Schulklasse hat sich vorab ein kleines Programm überlegt, gestaltet ihre Minuten an den Gräbern selbst. Vertreten sind alle Altersklassen. Kurz vorher gibt es bei Gryschka eine kleine Geschichtsstunde. Der Geschäftsführer präsentiert eine Karte, auf der alle deutschen Kriegsgräber rot eingezeichnet sind. Am Rhein entlang und rund um Berlin, den am härtesten umkämpften Gebieten, scheint das gesamte Land rot. „Ich versuche, die Schüler in der Einleitung einzubinden“, sagt Gryschka.
Heute sei es besonders wichtig, den Zweiten Weltkrieg ins Bewusstsein der Schüler zu rufen. „Die geschichtlichen Kenntnisse“, sagt Gryschka, „sind oftmals vorhanden, aber wie das alles zusammenpasst, ist vielen nicht ganz klar.“ Da die beiden Weltkriege weit zurücklägen, sei es nicht immer einfach, die Schüler wirklich zu erreichen und Betroffenheit „herzustellen“. weiterlesen…
In: Pressespiegel
12. Juli 2008
Erzieherexamen und Abiturprüfungen 2008
An der Elisabeth-von-Rantzau-Schule, staatlich anerkannte Berufsbildende Schulen für Sozialwesen
Unter dem Vorsitz des Ltd. Regierungsschuldirektors Helmut Kappler, Bez. Reg. Hannover, und Studiendirektor Prof. Alois-Ernst Ehbrecht, Schulleiter der Elisabeth-von-Rantzau-Schule, staatlich anerkannte Berufsbildende Schulen für Sozialwesen des Caritasverbandes für die Diözese Hildesheim e. V., fanden die diesjährigen Abschlussprüfungen statt. weiterlesen…
In: Pressespiegel
1. Juli 2008
Die HAZ macht sich gut als Hut
Hüte aus Zeitungspapier beim Fest im Magdalenengarten
Hildesheim (tw). Nichts sei so alt wie die Zeitung von gestern, heißt es (in Kreisen, die offenbar nur Fernsehen gucken). Am Tag nach dem Erscheinen seien diese Druckprodukte nur noch für einen Zweck zu gebrauchen: Fischverkäufer können ihr totes Meeresgetier darin einwickeln.
Dieses Klischee wurde am Wochenende beim großen Fest im Hildesheimer Magdalenengarten eindrucksvoll widerlegt. Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule wickelten das Zeitungspapier ungezählten Gästen als Hut-Kunst-Objekt um die Häupter – ein innovativer Ansatz im Bemühen um eine sinnvolle Nachnutzung der Tageszeitung … weiterlesen…
In: Pressespiegel
20. Juni 2008
Hildesheimer Schüler unterstützen Kinder-Hospiz
Elisabeth-von-Rantzau-Schule will sich auch künftig dafür einsetzen / Bewegender Besuch in Hamburg
Hildesheim (r). Im vergangenen Jahr wurden die von den Vereinten Nationen deklarierten Kinderrechte volljährig. Ein wichtiges Jubiläum für die angehenden Erzieherinnen der Elisabeth-von-Rantzau-Schule. Ihr Anliegen war es, die Hildesheimer mit einem Stand in der Innenstadt über die Bedeutung dieser Rechte zu informieren und Geld für ein Projekt zu sammeln.
600 Euro nahmen sie für Waffeln, Gebäck und Lose ein. „Etwas Besonderes soll mit dem Geld erreicht werden“, sagte die zuständige Lehrerin Sabrina Menzel. Beeindruckt zeigten sich alle Beteiligten von der Arbeit der „Sternenbrücke“, einem vor fünf Jahren eröffneten Kinder-Hospiz in Hamburg. Das Recht auf eine möglichst kindgemäß gestaltete Sterbebegleitung gibt es bisher nicht, wird von den Schülern aber gefordert. Gemeinsam besuchten sie die „Sternenbrücke“.
Einmal im Jahr haben Außenstehende die Gelegenheit, die im Hamburger Vorort Rissen gelegene Villa zu besichtigen und die Räume zu betreten, in denen Kinder ihre letzten Tage erleben. „Ich hatte grausige Vorstellungen von diesem Ort“, sagt die Schülerin Isabel Hinsche. Am Ende ist sie überrascht, wie „schön und gefühlvoll“ hier alles eingerichtet ist, und mit wie vielen „bezaubernden Details“. Die meist in einem warmen gelb gehaltenen Zimmer mit den zahlreichen Kindermotiven, das Therapiebad, der Kreativraum oder der Snoezelen-Raum mit seinen Wand- und Klanginstallationen wirken voller Lebensfreude. Selbst der Abschiedsraum, in dem das verstorbene Kind auf einem Bett aufgebahrt werden kann, weicht nicht davon ab. Schirmherrin Isabella Vértes-Schütter erklärt, dass in diesem Raum jeder den „Abschied so gestalten kann, wie es für ihn stimmig ist.“ Katharina Vollmer hat der Gang durch das Hospiz „die Luft zum Atmen genommen“. Bei ihrer Rede anlässlich der Spendenübergabe verspricht sie im Namen ihrer Mitschüler: „Wir wollen auch in Zukunft das Kinder-Hospiz unterstützen.“ Ute Nerge, Hospizleiterin und Initiatorin sowie Geschäftsführer Peer Gent zeigten sich von soviel Einsatz für die „Sternenbrücke“ beeindruckt. Im Juli findet an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule eine Projektwoche statt. Lehrerin Sabrina Menzel und die Schüler haben ihr Thema längst gefunden. Ganz klar: die „Sternenbrücke“.
Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 20. Juni 2008
In: Pressespiegel
6. Juni 2008
Ascot liegt an der Innerste
6000 Besucher strömen an zwei Tagen zum Magdalenenfest und genießen englisches Ambiente
Hildesheim (tw). Blühende Rosen, üppige Hutpracht, ein paradiesisches Angebot für Pflanzenfreunde und „Dornröschen“ mal ganz anders: Diese anregende und außergewöhnliche Mischung lockte am Wochenende etwa 6000 Besucher zum großen Fest im Magdalenengarten.
Wenn der Bürgermeister der englischen Partnerstadt Weston-super-Mare in Hildesheim bei Dornröschens Hochzeit tafelte, hatte das einen doppelten Grund: Das Magdalenenfest war diesmal England gewidmet, und eine Aufführung von „Dornröschen“ war einer der zahlreichen Höhepunkte des Festes. Am Ende des getanzten Märchens ließ Erzählerin Christel Tasiaux den Prinzen fragen: „Dornröschen, willst du mich heiraten?“ Worauf die Wiedererweckte antwortet: „Nur, wenn du Mitglied bei Eintracht Hildesheim wirst.“ Der Sportverein unterstützte diesmal die drei Veranstalter: die Roseninitiative, das Caritasheim Magdalenenhof und die Elisabeth-von-Rantzau-Schule. So kam auch Hartmut Möllring zur Eröffnung, Finanzminister und Eintracht-Präsident, begleitet von Ministerkollegin Mechthild Ross-Luttmann. Das Veranstalter-Quartett hatte unter Federführung von Initiator Dr. Hans-Joachim Tute wieder einmal eine besondere Atmosphäre geschaffen. Da waren zum einen die Rosen. Um sie in voller Blüte zu erleben, stehen nur wenige Wochen als idealer Veranstaltungszeitraum zur Verfügung. Wenn dann noch die Sonne die Blüten bestrahlt, ist das die halbe Miete – wie an diesem Wochenende. Besonders am Sonntag war der Andrang wie in den Vorjahren groß, berichtete Heimleiter Michael Sackmann.
Dann war da die eindrucksvoll englische Atmosphäre. Viele Ausstellerinnen und Besucherinnen hatten sich mit Hut-Kreationen geschmückt. So fühlte man sich beim Flanieren zwischen den Rosen wie beim Pferderennen im legendären Ascot, wo die Hüte mindestens so wichtig sind wie die Hufe. Initiator Tute staunte, wie viele Gäste gut „behütet“ kamen. „Da gehört ja auch Mut dazu“, meinte er anerkennend und empfand die Qual der Wahl: Welcher von diesen schönen Hüten war denn nun der allerschönste? Eine Jury wählte Tessa Briese mit ihrem prachtvollen weißen Federhut als Gewinnerin aus. An 61 Ständen gab es vieles rund um Pflanze und Garten zu bestaunen und zu kaufen. Zubehör? Nein, das wäre angesichts dieses Ambientes zu profan ausgedrückt. Accessoires wäre treffender. „Wir hätten noch viel mehr Stände aufbauen können, so groß war die Nachfrage“, erzählt Professor Alois-Ernst Ehbrecht, Schulleiter der Rantzau-Schule. Doch die Besucher sollten eine Ahnung von der Weite und einen Eindruck von der Pracht des Gartens behalten. So blieb ein Großteil der Flächen unverstellt.
Eine wichtige Zutat eines gelungenen Festes waren für die Veranstalter auch die moderaten Eintrittspreise von 3 Euro. „Familien sollen sich den Besuch bei uns leisten können“, erklärt Ehbrecht. Eine Rechnung, die aufging.Nicht zuletzt trugen zum Gelingen des Festes auch einige Vereine bei: Der Oldtimerclub chauffierte die Schönheiten, der Film- und Fotoclub Hildesheim setzte sie professionell in Szene. Das Gymnasium Andreanum lud zum Quiz im Kräutergarten ein. Und Dornröschens Prinz? Der ist sicher schon längst bei Eintracht eingetreten.
Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 30. Juni 2008
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4. Juni 2008
Lieber lesen im Bus
Erzähl mir eine Geschichte: Erstmals Prosa auf mehr als 200 Literaturplakaten
Hildesheim. Die Liebe steht im Zentrum: sei es die geschwisterliche, die verschmähte, die musikalische, die tierische oder die körperliche. 27 Schüler der 13. Klasse der Elisabeth-von-Rantzau-Schule haben sich unter Begleitung von Jo Köhler, Hildesheimer Dichter und Projektkünstler, sieben Wochen im Deutschunterricht mit der eigenen Schöpfungskraft auseinandergesetzt.

Eine Auswahl der Schülerarbeiten ist jetzt in Extrakten auf dem 14. Literaturplakat unter dem Motto „Erzähl mit eine Geschichte“ abgedruckt. In 60 Stadtbussen, an 100 Haltestellen und erstmals auch in 50 Regionalverkehrsbussen können sich Fahrende und Wartende jetzt die Zeit mit Lesen vertreiben. Möglich machen diese Aktion des Fördervereins Forum Literatur unter anderem die Weinhagen Stiftung und die Stadt.
>Norbert Jäckel hat aus Fotos der Schüler ein ansprechendes Äußeres mit Gold- und Schwarz-Tönen kreiert, das jetzt aus den Busfenstern herauszuschauen scheint.
Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 4. Juni 2008, Martina Prante
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1. Juni 2008
Elisabeth-von-Rantzau-Schule im Stadtbus
Plakate schmücken wieder die Busse im Stadtverkehr. Das Forum Literaturbüro hat in der neuesten Auflage Geschichten aufdrucken lassen. Schüler der 13. Klasse einer Hildesheimer Berufsschule erarbeiteten sie im Rahmen eines Deutschprojekts unter Anleitung von Jo Köhler vom Literaturbüro. Erstmals können auch Fahrgäste im Regionalverkehr während der Fahrt über Land das Leseangebot annehmen. Beim Start der Klebeaktion am Busbahnhof waren Autor Alexander Peche, Henning Hübner von der SVHI, Geschichtenautor Carl-Alexander Groß und Initiator Jo Köhler (v.l.) dabei. Weitere Informationen im Internet unter deutschbos13evrs.twoday.net . (mei) / Foto: Peisker
Quelle: Kehrwieder am Sonntag vom 1. Juni 2008
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17. März 2008
Englisch: Maggie macht‘s vor
Angehende Erzieherinnen proben im Kindergarten Fremdsprachen-Unterricht
Hildesheim (bar). Heute wird Maggie heftig gedrückt und abgeküsst. Sie muss sich nämlich von den Kindern aus dem Liebfrauen-Kindergarten verabschieden. An acht Vormittagen hat die Handpuppe mit den lustigen roten Wollhaaren mit den Mädchen und Jungen Englisch geübt, heute ist die letzte Kursstunde.
Die Englisch-Übungen für die 13 Kinder, die noch in diesem Jahr eingeschult werden sollen, konnte der Kindergarten dank einer Zusammenarbeit mit der Elisabeth-von-Rantzau-Schule anbieten. Kita-Leiterin Regine Reuter nutzte gern die Möglichkeit, ihre Großen in die Fremsprache hineinschnuppern zu lassen. „Das muss aber alles spielerisch gemacht werden. Es kommt darauf an, dass die Kinder mal den Klang der Sprache hören und Spaß am Lernen finden.“
Dafür sorgten Schülerinnen, die das letzte Jahr der Erzieherinnen-Ausbildung an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule absolvieren. Mit der ganzen Klasse überlegten sich die jungen Frauen das Konzept für ihren Kurs. Durch Bewegung, Gesang und Spiele sollte das Lernen für die Kinder spannend und einprägsam werden. Jeweils zwei Schülerinnen führten durch eine halbstündige Lerneinheit. Damit für die Kinder stets ein vertrautes Gesicht dabei war, brachten sie jedes Mal Puppe Maggie mit.
Die Lehrerinnen Cornelia Lehne und Stefanie Werner sehen in der Zusammenarbeit eine wichtige Erfahrung für die künftigen Erzieherinnen. In Zukunft werde die Bedeutung erster Kontakte mit der Fremdsprache in den Kindergärten zunehmen, zumal auch die Grundschulen früher in den Englischunterricht einstiegen. Dann sollten die Erzieherinnen vorbereitet sein.
Vor der letzten Kursstunde drängeln sich die Mädchen und Jungen schon vor der Tür, denn jeder will den Platz neben Maggie ergattern. Dann gehen Melanie Freise und Stefanie Klingebiel als heutige Kursleiterinnen mit den Jungen und Mädchen noch einmal die gelernten Vokabeln durch: Farben, Früchte, Körperteile sind auf den kleinen Kärtchen der Kinder abgebildet. Wie hieß das noch mal auf Englisch? Viele können sich nicht mehr erinnern, dazu war der Kurs wohl zu kurz. Aber zur Not kann man ja Maggie fragen. Die sagt das Wort gern noch mal.
Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 17. März 2008
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8. März 2008
Ohne Berührungsängste
Integratives Tanzprojekt in der Elisabeth-von-Rantzau Schule
Hildesheim (r). „Ich habe nicht gedacht, dass es so toll sein wird“, gesteht Isabelle Wittenberg (19), angehende Erzieherin der Elisabeth-von-Rantzau-Schule. Seit einer Woche studiert sie gemeinsam mit ihren 26 Mitschülerinnen verschiedene Tänze ein. Über Muskelkater beschwert sich hier niemand: Jeder der Beteiligten ist mit viel Enthusiasmus dabei. Verantwortlich hierfür sind die eigens angereisten Tanzpartner.
15 Menschen mit Behinderungen der Gruppe „Traumtänzer“ der Hildesheimer Lebenshilfe bringen eine Lebensfreude mit, der sich hier keiner entziehen kann. Bereits seit drei Jahren lädt die Elisabeth-von-Rantzau-Schule die Tanzgruppe der Lebenshilfe Hildesheim zu gemeinsamen Projekten ein. Die Schülerinnen sollen dabei lernen, Tanz als Kommunikations- und Begegnungsmittel einzusetzen. „No no never“ tönt es über die Boxen der schuleigenen Turnhalle. Die Pop-Countrynummer von Texas Lightning ist schnell und verlangt einiges an Taktgefühl. Hier scheinbar kein Problem. Über die Halle verteilt, formieren sich Schülerinnen und Traumtänzer – im Alter von 18 bis 65 Jahren – zu sternenförmigen Figuren, schlagen Brücken und reichen sich die Hände.
Die Choreographie hat Birgit Meyer, Leiterin der Tanzgruppe, gemeinsam mit den Schülerinnen erarbeitet. Begeistert ist Meyer bei dem Schulprojekt vor allem vom integrativen Ansatz. Gut sei für die behinderten Menschen die Begegnung mit Nichtbehinderten. „Nach dem Projekt malen viele von ihnen für die Schülerinnen Bilder, schreiben Briefe oder berichten von positiven zufälligen Begegnungen in der Stadt“, erklärt Meyer.
Auch Cornelia Lehne, Klassenlehrerin der Elisabeth-von-Rantzau-Schule, ist von der Zusammenarbeit überzeugt: „Für die angehenden Erzieherinnen ist der Umgang mit beeinträchtigten Menschen äußerst wichtig. Die Schülerinnen wollten dieses Projekt unbedingt verwirklichen“, so Lehne.
Marisa Trenner (20) jedenfalls findet die Zusammenarbeit gelungen und ist der Ansicht, dass man Menschen mit Behinderungen nicht einfach vergessen dürfe. „Schade, dass es schon wieder vorbei ist. Gut, dass sie wiederkommen“, fasst die Schülerin Tanja Pawlicki (30) die Begegnung zusammen. Bei der Verabschiedung halten einige der Traumtänzer spontan eine kleine Rede. „Danke, dass ihr mit uns neue Tänze ausprobiert habt. Schönen Tag noch“, wünscht Julia Vollmer (32).
Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 8. März 2008
In: Pressespiegel
21. Januar 2008
“Erzähl mir eine Geschichte”
Literaturprojekt an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule
Hildesheim (kru). Literatur muss im Deutschunterricht vor allem eins: vom Schüler verstanden werden. Doch warum immer nur Texte interpretieren, die andere geschrieben haben? Die Schüler in der 13. Klasse des Berufsoberschulzweigs der Elisabeth-von-Rantzau-Schule wechselten für sechs Wochen die Disziplin und stellten ihre eigenen Schreibfähigkeiten unter Beweis.
Begleitet wurden sie dabei von dem Hildesheimer Schriftsteller Jo Köhler. Um den Deutschunterricht kreativer zu gestalten, holte Schulleiter Alois-Ernst Ehbrecht den Schriftsteller vor fünf Jahren an die berufsbildende Schule für Sozialwesen. Köhler hat es sich seitdem zur Aufgabe gemacht, die Schüler in den 13. Klassen bei einem jährlich stattfindenden Projekt in ihrer Ausdrucksform zu fördern. Das diesjährige Thema: „Erzähl mir eine Geschichte“.
Daniel Dettmer beispielsweise gelang eine faszinierende Geschichte aus dem Metzgermilieu. Politisch wurde es bei Stefan Wolke, der sich an das Leben in der DDR zurückerinnert und dem mit „Nie wieder“ ein Gedicht gelungen ist, das an den DDR-Dissidenten Wolf Biermann erinnert. Viele der Schüler orientierten sich an der Geschichte ihrer eigenen Familie, ohne dabei banale Episoden aneinanderzureihen. Sarah Kosel spürte im Sinne Tolstois einer unglücklichen Liebe nach und Alexander Peche beschrieb die Fahrt der jungen Großmutter mit der Transsibirischen Eisenbahn als ergreifende Abenteuergeschichte.
In: Pressespiegel



